Zum Hauptinhalt springen

Das belgische B-Fast-Team übergibt sein Feldlazarett in Kirikhan türkischen Hilfskräften

Das belgische B-Fast-Team, dass seit einigen Tagen in der türkischen Stadt ein teilweise aus Containern bestehendes Feldlazarett für die medizinische Versorgung der Erbbebenopfer betreibt, wird dieses türkischen Hilfskräften übertragen. Innerhalb der kommenden Wochen soll die Übergabe vonstattengehen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Aktuell arbeiten in diesem Feldhospital noch rund 80 Mediziner und Pflegekräfte des belgischen B-Fast-Teams in Kirikhan, eine Stadt, deren Infrastruktur durch die Erdbeben in der Region zerstört ist. Belgien wird lokalen medizinischen Hilfskräften neben dem Hospital auch die dort eingebaute medizinische Technik und eine Wasseraufbereitungsanlage spenden.

Inzwischen stehen in den Erdbebengebieten wieder viele türkische Ärzte und Pfleger nach dem Abschluss der Bergungsarbeiten für andere Aufgaben zur Verfügung und aus anderen nicht betroffenen Regionen in der Türkei kommen medizinische Hilfskräfte in das Katastrophengebiet.

Deshalb baten die türkischen Behörden u.a. Belgien darum, die medizinischen Einrichtungen aus dem Ausland nach und nach selbst betreiben zu können. Inzwischen kommt auch der Wiederaufbau des schwer zerstörten Krankenhauses von Kirikhan gut voran, sodass dieses in absehbarer Zeit teilweise ebenfalls wieder funktionieren kann. Doch bis es soweit ist, bleibt das B-Fast-Feldhospital in Betrieb. 

Weitere Hilfe aus Genk

Die Stadt Genk in der flämischen Provinz Limburg, in der viele Türken leben, entsendet in den kommenden Tagen weitere 10 Wohneinheiten in Form von Containern, die zudem mit rund 80 Tonnen Hilfsgütern gefüllt sind, in den Süden der Türkei. 

Mit den rund 450.000 eingegangenen Spendengeldern aus der Region im Genk konnten u.a. Stromgeneratoren, Heizgeräte sowie medizinisches und hygienisches Material angeschafft werden, das dort dringend gebraucht wird. Wie schon die erste Lieferung, geht es jetzt auch wieder in Richtung der türkischen Städte Kahraman-Maras und Malatya.

Diesmal konnte die limburgische Transportfirma Essers dafür gewonnen werden, 5 LKW zur Verfügung zu stellen, um die 10 Container dorthin zu transportieren. Die Aktion wird von der Stadt Genk und von lokalen türkischen Organisationen koordiniert. Vor rund zwei Wochen wurden schon 6 Wohneinheiten und Hilfsgüter dorthin gebracht. 

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5