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Umwelt & Klima
Energie

Belgien baut seine eigene Energieinsel vor der Nordseeküste: Die Bau- und Baggerunternehmen sind bereits bestimmt

Das belgische Konsortium TM EDISON, zu dem sich die beiden bisher miteinander konkurrierenden Baggerunternehmen Jan De Nul und DEME zusammengeschlossen haben, werden vor der belgischen Küste die sogenannte „Prinzessin Elisabeth-Insel“ bauen. Das ist die weltweit erste künstliche Energieinsel.

Andreas Kockartz
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Die „Prinzessin Elisabeth-Insel“ ist ein Projekt des belgischen Hochspannungs-Netzbetreibers Elia und soll rund 45 Kilometer vor der belgischen Nordseeküste entstehen. Kostenpunkt: 600 Mio. € (statt der ursprünglich geplanten 450 Mio. €). Elia versorgt  eigenen Angaben zufolge europaweit rund 30 Millionen Stromverbraucher und verwaltet in Belgien und Deutschland insgesamt 19.192 Kilometer Hochspannungslinien.

Elia und das belgische Energieministerium hatten das Projekt ausgeschrieben und jetzt bekam TM EDISON den Zuschlag. Das bedeutet, dass das Konsortium aus den Baggerunternehmen Jan De Nul und DEME die künstliche Insel bauen werden.

Schaltzentrum für die Stromgewinnung auf hoher See

Die „Prinzessin Elisabeth-Insel“ ist nötig, um die Elektrizität, die die Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee produzieren, an Land zu bringen. Zudem wird sie quasi der erste Baustein eines europäischen Elektrizitätsnetzes auf hoher See, der die verschiedenen Länder mit einander verbindet.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Konkret wird diese künstliche und 6 Hektar große Insel, die über einen kleinen Hafen und einen Hubschrauber-Landeplatz verfügen wird, die verschiedenen Export-Unterseekabel der neuen Windkraftanlagen in der Prinzessin Elisabeth-Zone in der Nordsee mit ihren 3,5 Gigawatt (GW) Kapazität bündeln. Dadurch wird sie eine wichtige Schaltstelle zwischen den Partnerländern Belgien, Großbritannien und Dänemark im Rahmen der sogenannten Nautilus- und Triton-Link-Projekte.

Die Fundamente werden voraussichtlich ab Anfang 2024 gelegt, was rund 2,5 Jahre in Anspruch nehmen wird. Danach wird mit der Installation der Hochspannungs-Infrastruktur begonnen.

Zwei renommierte Unternehmen

Laut dem luxemburgischen Tageblatt sind die TM EDISON bildenden Unternehmen Jan De Nul und DEME zwei hochspezialisierte belgische Unternehmen mit eigenen Spezialschiffen und einer weltweiten Erfahrung in den Bereichen Baggerarbeiten, Landgewinnung, Küstenschutz und Tiefbau.

Jan De Nul, mit Sitz in Luxemburg, konzentriert sich auf 5 Kernaktivitäten: Maritime Dienstleistungen, Offshore-Dienstleistungen, Bauingenieurwesen, Umweltaktivitäten und Projektentwicklung. Die Gesellschaft führt komplexe Infrastrukturarbeiten durch, baut neue Häfen und schafft zusätzliches Land. In Dubai haben Luxemburger Schiffe der Unternehmensgruppe am Bau einer der Palmeninseln mitgewirkt.

DEME, an der Brüsseler Euronext-Börse notiert, ist auf Baggerarbeiten, Lösungen für die Offshore-Energieindustrie, maritime Infrastruktur und Umweltarbeiten spezialisiert. DEME hat ebenfalls einen Link mit Luxemburg, so das dortige Tageblatt. In Luxemburg registrierte Schiffe des Unternehmens sind u.a. beim Bau der Offshore-Windkraftanlagen vor der belgischen Nordseeküste eingesetzt worden.

Quellen: VRT, Belga, Tageblatt (Luxemburg) 

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