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Die Westvleteren-Abtei sucht einen neuen Geschäftsführer - Dies wäre das erste Mal, dass ein Außenstehender involviert ist

Die Sint-Sixtus-Abtei von Westvleteren in Westflandern ist auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer. Dieser soll nicht nur die geschäftlichen Geschicke der Brauerei leiten, sondern auch die der Abtei und ihrer historischen Gebäude im Allgemeinen. Dies ist das erste Mal, dass die Pater einen Außenstehenden für die Geschäftsführung suchen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Brüder der Sint-Sixtus-Abtei von Westvleteren werden auch nicht jünger und sie werden immer weniger. Bisher wurden die finanziellen Angelegenheiten der Abtei von Vater Abt und von den Brüdern selbst abgehandelt. Es arbeiten zwar ab und zu Laien mit in der Abtei, vor allem in der berühmten Brauerei mit ihrem weltberühmten Bier, doch ein Außenstehender, also kein Geistlicher aus dem eigenen Hause in der Geschäftsführung, ist denn doch ein besonderer Vorgang.

Die Laien, die bisher in der Brauerei mitgearbeitet haben, halfen dabei mit, den Erfolg des hier gebrauten Trappistenbieres auszubauen. Doch jetzt suchen die Pater aus der Not heraus zum ersten Mal tatsächlich einen externen Geschäftsführer oder Direktor. Nicht zuletzt, wie aus der Abtei verlautet, ist man auch hinter den Klostermauern darauf bedacht, einen Ausgleich zwischen dem spirituellen Leben und dem wirtschaftlichen Bereich zu finden.

Nur für das Geschäftliche

Die Abtei sucht einen Geschäftsführer, der die tägliche Leitung des Hauses und die geschäftlichen Dinge abwickelt: Haushalt, Finanzen, Produkte, Dienstleistungen, Immobilien. Dabei geht es bei weitem nicht nur um die Brauerei und um die Vermarktung der Biere, sondern auch um die Verwaltung der historischen Gemäuer der Abtei.

Nicht zu vergessen ist aber hierbei, dass der Mann oder die Frau, die dieses Amt übernehmen soll, der Abtei gegenüber, bzw. Vater Abt gegenüber Verantwortung ablegen muss. Das Amt des Geschäftsführers hat zudem nichts mit dem spirituellen und religiösen Leben innerhalb des Ordens zu tun. Es soll dem zukünftigen Direktor aber auch klar sein, so die Stellenanzeige, dass „der monastische Kontext und christliche Werte, innerhalb derer dieses neue Amt funktionieren soll, zu seiner oder ihrer Überzeugung passen müssen.“  

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