17 Vereinigungen aus Gent sammeln Spenden, um im Süden der Türkei ein Containerdorf für Opfer der Erdbeben aufbauen zu können. Dort soll „Klein Gent“ entstehen, ein Notdorf für rund 1.000 Menschen. „Alle Genter können Geld überweisen, damit wir Container kaufen können“, heißt es dort.
Vereinigungen aus Gent bauen ein Notdorf für Erdbebenopfer im Süden der Türkei
Im Stadtmuseum STAM in Gent haben 17 Organisationen aus Gent und Umgebung eine Solidaritätsaktion auf den Weg gebracht, mit der den Opfern der Erdbeben in der Türkei geholfen werden soll. Ziel ist die Errichtung eines Containerdorfes in Kirikhan im Süden der Türkei. Diese Region ist von den ersten Erdbeben im Februar schwer getroffen worden. Tausende Menschen verloren ihr Leben oder wurden verletzt. Mit dem Notdorf „Klein Gent“ soll 300 Familien bzw. rund 1.000 Personen eine Unterkunft geboten werden.
Die Initiative kommt aus der türkischen Gemeinschaft von Gent und wird von der Vereinigung „Bürgerpflicht“ koordiniert. Große Unterstützung kommt aus dem sogenannten „Mittelfeld“, aus soziokulturellen oder sozialwirtschaftlichen Organisationen und auch aus dem Mittelstand.
„Alle beteiligten Organisationen starten Spendenaktionen, um genug Geld zusammenzubekommen, um einen Container zu kaufen“, so Leyla Yüksel von „Bürgerpflicht“. Eine solche Wohneinheit kostet rund 4.000 €, ist etwa 21 m² groß und besteht aus einem Sanitär- und einem Wohnbereich. Für den Entwurf und den Bau des Notdorfs ist die Genter Organisation „Helping Hands Belgium“ verantwortlich.
Wir setzen auf dauerhafte Unterkunft, weil wir etwas Nachhaltiges tun wollen. Die meisten Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf und einen Ort, an dem sie versuchen können, ihr normales Leben wieder aufzunehmen.“
Fatih Topdemir von "Helping Hands Belgium"
Fatih Topdemir von “Helping Hands Belgium“ sagte, dass man bereits ein Abkommen mit dem türkischen Gouverneur vor Ort habe schließen können: „Auf dem Gelände werden jetzt die Anschlüsse angelegt. Wir setzen auf dauerhafte Unterkunft, weil wir etwas Nachhaltiges tun wollen. Die meisten Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf und einen Ort, an dem sie versuchen können, ihr normales Leben wieder aufzunehmen.“
Die Organisation „Helping Hands Belgium“ bereits seit 2014 in der Region aktiv und hilft dort bei der Unterstützung von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen.
Inzwischen sind in Kirikhan 12 Container angekommen, 75 weitere konnten bereits angekauft werden. „Wir hoffen, dass wir genug Geld sammeln können, um Ende März das ganze Dorf fertig zu haben. Wir rufen Unternehmen und andere Organisationen dazu auf, um mitzumachen. Alle Genter können etwas spenden“, so Leyla Yüksel von „Bürgerpflicht“.
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Die Organisationen Het Gents Kunstenoverleg, Refu Interim, KAA Gent Foundation, vzw Jong, Averroes, Studentenvereniging Flux, Actief studiebegeleiding, vzwRede, Enderûn, Poskuder vzw, Ergenekon, DiversPlus, Wens Mens, De Centrale, CirQ, vzw Özburun und das STAM bilden den Kern der Aktion und die Kulturzentren De Bijloke, VIERNULVIER und De Centrale finanzierten gemeinsam mit der KAA Gent Foundation vom Fußball-Erstligisten der Stadt einen Container. Gespendet werden kann über www.burgerplicht.be/kleingent
