Mehr als 47.000 Einwanderer im belgischen Bundesland Flandern haben 2022 einen Sprachkurs in Niederländisch belegt. Rund drei Viertel der Kursteilnehmer lernten freiwillig und in Eigeninitiative die flämische Landessprache. Im vergangenen Jahr kamen rund 72.000 Neuankömmlinge in Flandern an. 30.000 davon waren ukrainische Kriegsflüchtlinge.
Über 47.000 Neuankömmlinge in Flandern folgten letztes Jahr einem Sprachkurs in Niederländisch
Asylsucher, die sich in Flandern niederlassen, sind dazu verpflichtet, Niederländisch zu lernen. Dies ist Teil des Einbürgerungsprozesses. Einwanderer aus EU-Mitgliedsländern oder aktuell Ukrainer, die ein befristetes Statut von Heimatlosen haben, können einem Einwanderungskurs in Flandern folgen, sind aber nicht dazu verpflichtet.
Insgesamt kamen letztes Jahr in Flandern rund 72.000 Neuankömmlinge an. 30.000 davon kamen aus der Ukraine. Von den restlichen 42.000 Einwanderern waren rund ein Viertel anerkannte Asylanwärter.
47.000 dieser Neuankömmlinge meldeten sich für einen Niederländisch-Unterricht an, der ihnen über die Landesagentur für Integration und Einbürgerung angeboten wird. Drei Viertel der Kursisten taten dies freiwillig. Darunter waren auch 14.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge.
Interessant dabei ist, dass rund 40 % dieser Neuankömmlinge, die aus freien Stücken die hier gesprochene Landessprache erlernen wollten, Europäer aus in erster Linie Rumänien, Bulgarien, Polen und Spanien sind.
Die flämischen Einwanderungsbehörden versuchen jetzt mit Infokampagnen bei den EU-Gemeinschaften, noch mehr EU-Expats dazu zu bringen, Niederländisch zu lernen. Dabei werden auch die Glaubensgemeinschaften angesprochen, wie z.B. die hier lebenden polnischen Katholiken und die orthodoxen Gemeinschaften etwa aus Rumänien, die hier stark verankert sind.
