In der früheren limburgischen Bergbaustadt Genk sind am Sonntag Lastwagen in Richtung Türkei abgefahren, deren Ladung aus Wohncontainern besteht, die mit Hilfsgütern gefüllt sind. Dabei handelt es sich u.a. um Stromaggregate, um Powerbanks, um Wäsche sowie um Decken und um Schlafsäcke. Die Stadt Genk arbeitete hier eng mit der türkischen Gemeinschaft aus der Region zusammen.
Wohncontainer und Hilfsgüter aus Genk für die Katastrophenopfer in der Türkei
In den kommenden Tagen werden weitere Lastwagen aus Genk mit wiederum 6 Wohneinheiten und Hilfsgütern in Richtung der Erdbebengebiete in der Türkei und in Syrien abfahren. „Vereinigungen aus Genk, die solidarisch mit den Opfern und den Überlebenden nach den Erdbeben sind, sammelten allerlei Material, um dieses dorthin zu schicken. Diese wurden dann in die Wohnunits geladen“, so Wim Dries (CD&V), der Bürgermeister der Stadt.
„Wir haben 22 Container kostenlos von der Firma Idelo bekommen, um diese in der Türkei zu verschenken“, so der Bürgermeister der limburgischen Stadt weiter: „Davon sind die ersten also jetzt abgefahren. Wir haben hier eng mit der türkischen Gemeinschaft zusammengearbeitet. In Genk wurden dazu Spendensammelstellen eingerichtet. Wir haben dazu eine spezifische Liste von Hilfsgütern zusammengestellt, die echt nötig sind.“
Spenden zum Finanzieren der anfallenden Kosten
Inzwischen werden weitere Hilfsgüter gesammelt, damit bald die nächsten 6 beladenen Wohncontainer auf den Weg gebracht werden können. Pro Wohneinheit können 1,5 Tonnen Material mitgenommen werden. Unterstützung erhält Genk dabei auch von dem niederländischen Transportunternehmen NedLine, dass die Lastwagen zur Verfügung stellt, mit denen das Hilfsmaterial in die Türkei gebracht wird. Um anfallende Kosten finanzieren zu können, wurden weitere Spenden gesammelt.
Türkische Gemeinschaft
Genk und die Hilfsorganisationen arbeiteten hier eng mit dem türkischen Konsulat in Antwerpen zusammen. Dabei wurde beschlossen, dass die Hilfe nach Hatay gehen wird. „Man fühlt, dass die türkische Gemeinschaft das sehr wichtig findet“, so Bürgermeister Dries. Es wird durch die türkischen Vereine immer noch viel eingesammelt.“ Man versuche, mit einer entsprechenden Logistik die passende Hilfe nach Hatay bringen zu können, auch durch eine direkte Kommunikation mit der Türkei, so der flämische Christdemokrat.
Wim Dries ist begeistert vom Einsatz der Menschen in seiner Stadt und in der gesamten Region: „Das ist alles den Genkern jedweder Herkunft zu verdanken. Hier herrscht große Trauer und die Menschen fühlen mit den Opfern der Erdbeben mit. Sie wollen so viel wie möglich helfen. In Genk und in Limburg herrscht unglaublich viel Solidarität.“
