Nach langer Coronapause ist am Sonntag der erste Karnevalszug seit 2020 in Aalst durch die Stadt gezogen. Der Karneval von Aalst in Ostflandern gilt als besonders frivol und politisch unkorrekt und ist auch deshalb in ganz Flandern so beliebt. Die flämische Karnevalshochburg hatte gleich zwei Gründe, dies ausgelassen zu feiern. Neben der Tatsache, dass dies der erste Umzug seit Corona war, war dies auch Start für ein dreitägiges Geburtstagsfest. Vor genau 100 Jahren zog der erste Karnevalszug durch Aalst.
Der erste Karnevalszug in Aalst seit 2020 bringt über 100.000 Zuschauer in die Stadt
Nach Angaben von Stadt und Polizei standen am Sonntag rund 105.000 Zuschauer entlang des 6,5 km langen Zugweges. 71 offizielle Karnevalsgruppen nahmen daran teil und auch rund 200 nicht organisierte Gruppen.
Gestartet wurde der Zug um 13 Uhr, um um 20 Uhr 30 am Großen Markt von Aalst zu enden. Unter den Besuchern befanden sich auch zahlreiche Vertreter der Politik, über die sich der Karneval von Aalst besonders gerne lustig macht.
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Viele Karnevalsgruppen aus Aalst nehmen denn auch sehr gerne die Aktualität aufs Korn, was Bürgermeister Christoph D’haese (N-VA) einmal mehr als sehr wichtig unterstrich: „Das Recht auf Feiern ist ein Grundrecht. Wir wissen, worüber gelacht werden darf und worüber nicht. Doch das Recht auf Humor steht hier im Mittelpunkt.“
Am Rosenmontag geht ein weiterer Karnevalszug durch Aalst und der Karneval endet hier am Dienstag mit der traditionellen Verbrennung der Karnevalspuppe.



