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Jeder siebte Jugendliche in Belgien setzt sich unter Drogeneinfluss ans Steuer

Die elfte belgienweit ausgeführte Umfrage zur Verkehrssicherheit hat ergeben, dass einer von sieben Jugendlichen unter Drogeneinfluss Auto fährt. 8 Prozent der Belgier wiederum fahren noch Auto, nachdem sie Beruhigungs- oder Schlafmittel geschluckt haben, wie die von Vias am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung ergab. Das Institut für Verkehrssicherheit fordert ein Verbot von Lachgas, einer bei jungen Fahrern beliebten Droge. 

Martina Luxen
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Für die Umfrage befragte Vias 6000 Verkehrsteilnehmer zu ihrem Drogenkonsum und anderen euphorisierenden Produkten. Dabei gab einer von sieben Jugendlichen an, sich unter dem Einfluss von Drogen ans Steuer zu setzen. Insgesamt 5 Prozent der Befragten gaben an, im Januar vor dem Autofahren Drogen genommen zu haben. Die regionalen Unterschiede sprechen Bände: 11 Prozent in Brüssel, 6 Prozent in der Wallonie und 5 Prozent in Flandern. 

Darüber hinaus gaben 14 Prozent der Erwachsenen (Altersgruppe 18-34 Jahre) an, vor dem Fahren Drogen genommen zu haben (4 Prozent in der Altersgruppe 35-54 Jahre). Cannabis ist nach wie vor die beliebteste Droge unter jungen Fahrern, vor den synthetischen Drogen MDMA, Ecstasy, Amphetamine und Kokain.  

Verbot Lachgasverkauf in Vorbereitung

"Das Problem des Fahrens unter dem Einfluss von Lachgas (Foto) bleibt besorgniserregend", betont Vias-Sprecher Benoît Godard. Tatsächlich geben 7 Prozent der belgischen Autofahrer an, dass sie sich nach der Einnahme von Lachgas ans Steuer setzen. In Brüssel sind es 17 Prozent, in der Wallonie 7 Prozent und in Flandern 6 Prozent. Dies betrifft 18 Prozent der jungen Fahrer zwischen 18 und 34 Jahren. Ein Gesetzesvorschlag zum Verbot des Verkaufs von Lachgas ist in Vorbereitung. Vias plädiert für ein solches Verbot, wie es in den Niederlanden bereits der Fall ist. 

Systematische Drogenkontrollen nach jedem Unfall

Schließlich gaben 8 Prozent der belgischen Autofahrer an, mindestens einmal im Monat vor dem Fahren Beruhigungs- oder Schlafmittel geschluckt zu haben, wobei es Unterschiede zwischen den Regionen gab: 17 Prozent in Brüssel, 8 Prozent in der Wallonie und 5 Prozent in Flandern. 

Alle Verkehrsunfälle sollen erfasst werden, auch solche, bei denen es keine Verletzten gibt und bei denen Radfahrer beispielsweise mit Fußgängern zusammenstoßen, so der Minister.

Die Polizei wird nach einem Verkehrsunfall eine systematische Drogenkontrolle durchführen, um den Kampf gegen das Fahren unter Drogeneinfluss zu verstärken, so Belgiens Mobilitätsminister Georges Gilkinet (französischsprachige Grüne, Ecolo). 

Der Kampf gegen Drogen am Steuer wird durch eine weitere Neuerung verstärkt: "Die Zollbeamten werden Alkohol- und Drogenkontrollen durchführen können. Da sie vereidigt sind, können sie Bußgelder verhängen. Derzeit müssen sie auf die Polizei warten, wenn sie einen Verdacht haben.” Diese beiden Anpassungen sollen bis Ende des Jahres in Kraft treten. 

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