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B-FAST in der Türkei angekommen - Noch 15 Belgier vermisst - Flämische Ministerin verliert Angehörige

Seit dem Wochenende sind 43 weitere Mitarbeiter der Notfalleinheit B-FAST im Erdbebengebiet in der Türkei angekommen. Sie bauen jetzt ein Feldhospital und zwar in der Ortschaft Kirikhan. Seit Donnerstag bereitete eine Vorhut von 8 B-FAST-Leuten diesen Bau vor. Ab dem kommenden Donnerstag soll das Lazarett, dass aus Containern bestehen wird, einsatzbereit sein. Inzwischen suchen die belgischen Behörden nach 15 Landsleuten, die im türkischen Erdbebengebiet vermisst werden. Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) verlor mehrere Angehörige bei dieser Naturkatastrophe.

Andreas Kockartz
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Im Laufe der Woche und noch vor der Fertigstellung des Feldhospitals werden weitere B-FAST-Mitglieder in die Türkei fahren. Dabei handelt es sich um Ärzte und um medizinisches Pflegepersonal. Sie sollen versuchen, pro Tag rund 100 Patienten zu behandeln. B-FAST arbeitet vor Ort mit anderen internationalen Einsatzkräften zusammen.

Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) sagte zu der Aktion, dass unser Land so lange helfen werde, wie nötig: „Wir investieren hier 8 Mio. €. Das ist schon etwas, doch ich finde, dass das wirklich nötig ist. Das ist eine elementare Form von Solidarität.“

Betroffene aufnehmen?

Belgiens Staatssekretärin Nicole De Moor (CD&V) kündigte an, dass hiesige Familien Angehörige, die Opfer des Erdbebens geworden sind, eine Zeit lang aufnehmen sollen. Sie ordnete beim Ausländeramt an, dass entsprechende Visumverfahren beschleunigt geregelt werden sollen.

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) deutete allerdings an, dass so viele Opfer wie möglich vor Ort in der Region aufgefangen und aufgenommen werden sollen: „Unser System berstet an allen Stellen. Wir müssen aufpassen, dass es nicht bricht.“

Betroffene auch in Belgien

Das belgische Außenministerium lässt unter dessen wissen, dass man noch immer versuche, Kontakt zu 15 Landleuten im Katastrophengebiet aufzunehmen. Letzte Woche wurde bekannt, dass 28 Belgier vermisst würden, doch einige meldeten sich. Bisher sind noch keine Opfer aus Belgien gemeldet worden.

Und doch hinterlässt dieses Erdbeben auch Spuren in unserem Land. Zahlreiche syrische, türkische und kurdische Familien beklagen Todesopfer in der Katastrophenregion. Dazu gehört auch Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA). Demir denkt darüber nach, selbst in das Erdbebengebiet zu reisen: „Ich habe Familie in der Türkei verloren. Wenn es gelingt, will ich dahin. Aber, in erster Instanz ist vor allem wichtig, dass Ärzte und Pfleger in die Türkei und nach Syrien geschickt werden…“     

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