Vier Gemeinden aus Belgien und drei Gemeinden aus den Niederlanden wollen sich gemeinsam um die Schaffung eines grenzüberschreitenden Landschaftsparks bewerben. Sie reagieren damit auf einen Projektaufruf des belgischen Bundeslandes Flandern. „Grenzenloser Hecken-Landschaftspark“ soll das Ganze heißen.
Grenzüberschreitendes Projekt: Sieben Gemeinden aus Belgien und den Niederlanden wollen einen Landschaftspark gründen
Die Landschaften der drei Regionen Voeren in Flämisch-Limburg (hier sind auch die Fotos in diesem Beitrag entstanden), Herver Land in der wallonischen Provinz Limburg und dem Heuvelland in der niederländischen Provinz Süd-Limburg haben eine fast gleiche Beschaffenheit, die sich über die Grenze hinweg durch weitläufige Heckenlandschaften und leicht hügelige Wiesen auszeichnet.
Genau hier setzt das Projekt an, denn nicht umsonst geht es darum. Die Gemeinden Aubel, Dalhem, Bleiberg in der Provinz Lüttich, Voeren in Limburg und Eijsden-Margraten, Gulpen-Witten sowie Vaals in Niederländisch-Süd-Limburg wollen gemeinsam den „Grenzenlose Hecken-Landschaftspark gründen.
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Diese sich ohnehin nahestehenden Regionen und Kommunen haben aber viel mehr zu bieten, als „nur“ wunderschöne Heckenlandschaften. Hier sind zahlreiche leicht hügelige und sehr alte Wäldchen und Waldgebiete zu finden mit Hohlwegen, Hochstammbäume, strömende Bäche und bauliche Kulturdenkmäler, wie Schlösser, Burgen und regionaltypische Fachwerkhäuser.
Masterplan
Die sieben Gemeinden sollen ihr Projekt im Rahmen eines Masterplans bei der flämischen Landesregierung einreichen, denn hier wird zur Bildung von Landschaftsparks aufgerufen, was sich mit Zuschüssen verbunden ist. Dabei gilt es auch, Herausforderungen aufzuzeigen und zu meistern. Da sind zum Beispiel die Folgen der Überschwemmungskatastrophe von Mitte Juli 2021, die auch hier Schäden anrichteten. Es geht also auch darum, wie Hochwasser vermieden werden kann.
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Ein weiterer Punkt ist auch der Tourismus, der kaum kanalisiert ist, obschon viele Menschen diese Landschaften und Gemeinden wegen ihrer Idylle besuchen. Nicht zuletzt geht es hier auch um die Förderung von Landwirten, die sich um die Pflege der so prägenden Hecken kümmern und die diese Pflegen.
Alle Sektoren mit einbeziehen
Eine erste Bewerbung und damit die Kandidatur wurde nach einem ersten Projektaufruf im Juli 2022 bereits im September 2022 eingereicht und auch positiv beschieden, wie der regionale flämische bzw. limburgische Landschaftsverband Haspengouw & Voeren dazu meldet.
Der jetzt einzureichende Masterplan, der übrigens mit 100.000 € dotiert wurde, soll alle möglichen Sektoren und Betroffenen mit einbeziehen: Die Einwohner, die Grundbesitzer, die Landwirte, die Tourismusverbände, Gastronomie und andere touristische Unternehmen sowie auch die Besucher, die zu ihren Befindlichkeiten befragt werden.
