Am Mittwochmorgen haben einige dutzend Landwirte vor dem Amtssitz von Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) gegen den flämischen Stickstoffplan protestiert. Diese Aktion ging vom flämischen Bauernbund aus. Der Verband verlangt, dass die Politik mit den über 20.000 eingereichten Beschwerden gegen den Stickstoffplan Rechnung trägt.
Flämische Landwirte protestieren beim Landeschef gegen den Stickstoffplan
Symbolisch hatten die Bauern vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Jambon am Martelarenplein in Brüssel eine Grasmatte ausgebreitet, frei nach dem Motto, dass die Regierung die Beschwerden aus der Landwirtschaft unter die Matte kehre. Die Bauern erinnerten die Landesregierung auch daran, dass es Alternativen zum Stickstoff-Ausstoß gebe.
Lode Ceyssens vom flämischen Bauernbund sagte, dass dieses Problem gelöst werden müsse, denn die Bauern würden zunehmend vor Hürden stehen, die die Produktion von Lebensmitteln im eigenen Land erschwerten. 4.000 dieser Beschwerden kommen von Jungbauern aus Flandern. Beim „Grünen Kreis“, dem flämischen Verband von Nachwuchs-Landwirten, stellt man sich die Frage, ob die Landwirtschaft hier noch eine Zukunft hat.
Inzwischen fordern die Oppositionsparteien und auch Koalitionspartner in der Regierung von Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) Einblick in das Stickstoff-Dossier, zu dem die 20.000 Beschwerden gehören.
