Die Regisseure Adil El Arbi und Bilall Fallah (Foto) ziehen ihren Film "Rebel" vom Fajr-Filmfestival im Iran zurück. Mit ihrer Entscheidung wollen sie gegen die Unterdrückung von Protesten durch das Regime in Teheran protestieren. Auch Jean-Pierre und Luc Dardenne haben gefordert, dass ihr Film "Tori et Lokita" vom Festival zurückgezogen wird.
Belgische Regisseure ziehen ihre Filme vom Fajr-Filmfestival im Iran zurück
Auf Instagram schrieben Adil El Arbi, Bilall Fallah und die Produktionsfirma Caviar: "Die Anwesenheit unseres Films auf dem Festival wäre gleichbedeutend damit, den Kampf der unterdrückten Menschen im Iran für ihre Rechte zu ignorieren".
Der Film "Rebel" erzählt die Geschichte der Radikalisierung eines 13-jährigen Jungen, bis er zum Kämpfer für die Terrorgruppe IS in Syrien wird. Der Film war in das Festival aufgenommen worden, ohne dass die Regisseure darüber informiert worden waren.
"Wir ziehen unseren Film offiziell zurück, da dieses Festival zu einer Zeit stattfindet, in der der Druck der Regierung auf die Menschen und die Künstlerszene einen Höhepunkt erreicht hat", schrieben die Regisseure auf Instagram.
Adil El Arbi und Bilall Fallah drückten auch ihre Unterstützung für den iranischen Filmregisseur Jafar Panahi aus, der am 20. Juli 2022 verhaftet wurde und sich immer noch in Haft befindet. Am Donnerstag kündigte Panahi an, dass er in den Hungerstreik treten werde.
"Diktatorisches und mörderisches theokratisches Regime"
Die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne (Foto unten) haben ebenfalls gefordert, dass ihr neuester Spielfilm "Tori et Lokita" vom Festival zurückgezogen wird. Sie nannten das Festival "eine Fassade für ein diktatorisches und mörderisches theokratisches Regime, das wir verurteilen".
Tori et Lokita" war trotz zahlreicher Petitionen gegen die brutale Unterdrückung von Protesten im Iran ins Programm aufgenommen worden.
Seit dem Tod einer 22-jährigen Frau nach ihrer Verhaftung durch die Sittenpolizei im vergangenen September kommt es in dem Land zu zahlreichen Protesten.
