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Hat ein Studierender der Antwerpener Universität ein Paper mit Hilfe von ChatGPT verfasst?

Die Universität von Antwerpen (UAntwerpen) untersucht, ob ein Studierender eine Arbeit mit Hilfe von ChatGPT geschrieben hat. ChatGPT ist eine App bzw. eine Webseite, die auch komplexe Texte mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) verfassen kann. Sicher ist die Uni nicht, ob im vorliegenden Paper ChatGPT im Spiel ist, doch die Arbeit wird dahingehend gescreent.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das ChatGPT-System, eine Online-Suchmaschine und Schreibroboter, kann Texte verfassen, die sich kaum von denen menschlicher Autoren unterscheiden. Das System stützt dabei auf Künstliche Intelligenz und wird offenbar immer besser. Doch den Bildungsbereich, also Schulen, Hochschulen und Universitäten, besorgt dies Kopfschmerzen und man sieht sich hier großen Herausforderungen ausgesetzt.

Die UAntwerpen ist die erste Universität in Flandern, die eine Arbeit eines Studierenden auf ChatGPT untersucht und dort heißt es auch, dass man sich mit dem Problem befassen werde: „Wir wollen in Zukunft damit auf eine gute Art und Weise umgehen. Einerseits werden wir sanktionieren müssen, andererseits begreifen wir auch , dass solche Tools da sind, um zu bleiben und dass sie immer besser werden.“ 

Wir werden schauen, in wie fern wir solche Systeme ‚umarmen‘ können und ob wir sie auf eine kontrollierte Weise in unsere Unterrichte implementieren lassen.“

Peter De Meyer, UAntwerpen

Peter De Meyer von der Antwerpener Universität ging gegenüber VRT NWS noch weiter: „Wir werden schauen, in wie fern wir solche Systeme ‚umarmen‘ können und ob wir sie auf eine kontrollierte Weise in unsere Unterrichte implementieren lassen.“ Ob tatsächlich Betrug mit ChatGPT an der Antwerpener Uni vorliegt, ist aber noch nicht wirklich deutlich: „Was während der Klausuren an Unregelmäßigkeiten passiert, wird erst nach Abschluss der Examensperiode analysiert, auch um daraus zu lernen.“

Konkrete Angaben seien noch nicht verfügbar, so De Meyer. Allerdings seien ChatGPT und andere KI-Anwendungen nicht zulässig, wenn Studierende damit versuchen, eine Beurteilung ihres Wissens, ihrer Einsichten und ihren Fähigkeiten zu verhindern: „Unsere Examensrichtlinien lassen es schon jetzt zu, gegen derartige Unregelmäßigkeiten vorzugehen.“ 

Leitfaden zum Umgang mit ChatGPT

Das flämische Gemeinschafts-Bildungswesen (GO!) hat inzwischen eine Richtlinie ausgearbeitet, die dem Lehrpersonal erklärt, wie mit ChatGPT umgegangen werden kann und soll. Hier wird z.B. mitgeteilt, wie man damit sinnvoll umgehen kann und wie man diese Anwendung z.B. in Unterrichtsfächern, wie Medienkunde oder Niederländisch nutzen könnte. Das soll aber nicht bedeuten, dass die dem Gemeinschafts-Bildungswesen angeschlossenen Schulträger ChatGPT in allen Fächern nutzen sollen, wie hier unterstrichen wird. 

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