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Antwerpener Kliniken nutzen Künstliche Intelligenz bei der Analyse von Tumoren

In den Antwerpener Kliniken wird im Kampf gegen Krebs jetzt auch Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. Damit können Tumore präziser und auch schneller analysiert werden. Dadurch können Behandlungen unter Umständen bis zu einer Woche früher begonnen werden. Derzeit wird KI beim Aufspüren von Brust-, Lungen-, Magen- und Prostatakrebs eingesetzt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In der GZA- und der ZNA-Klinik in Antwerpen wird die Abteilung „Anatomische Pathologie“ bei der Untersuchung von Krebstumoren auf Software mit Künstliche Intelligenz setzen. „Auf diese Weise hoffen wir, viel schneller und präziser eine Diagnose erstellen zu können“, sagte Pathologe Frederik Deman dazu gegenüber dem VRT-Sender Radio/Antwerpen.

Bisher werden Tumore unter Mikroskopen analysiert und beurteilt, erklärte Deman weiter, doch jetzt komme KI zum Einsatz. Das bedeutet, dass ein Computer ein Stück des jeweiligen Tumors scannt und mit KI wird berechnet, wie viele Zellen von Krebs angetastet sind bzw. ob zusätzliche Test vonnöten sind: „Wir bleiben als Pathologen aber selbst für die Diagnose verantwortlich, doch die Software sorgt dafür, dass uns nichts entgeht.“ 

In Israel entwickelte Technik

Vorläufig wird die entsprechende KI-Software, die in Israel entwickelt wurde, beim Aufspüren von Brust-, Lungen-, Magen- und Prostatakrebs eingesetzt. Dies sind nach Ansicht der beiden Antwerpener Kliniken die Krebsarten, die in Belgien am häufigsten Krebsarten auftreten. „Das Projekt ist auf 2 Jahre angesetzt, in denen wir zu zeigen versuchen, dass der Gebrauch dieser Technik den Patienten einen echten Mehrwert bieten“, sagte die Pathologin Sabine Declercq zu KI in den Antwerpener Kliniken.

Noch finanzieren die beiden Kliniken diese Versuche selbst, „doch wir hoffen, dass die Behörden auch sehen, wie Künstliche Intelligenz uns helfen kann und dass sie damit beginnen, dies auch zu unterstützen“, so Declercq. Die Krankenhäuser hoffen, bis Ende dieses Jahres etwa 1.150 Gewebeproben mit dieser Technik analysiert haben, um dies 2024 auf bis zu 15.000 Proben auszuweiten. Dann werden die GZA- und die ZNA-Klinik in Antwerpen fusionieren und zum „Krankenhaus am Strom“ werden. Die beiden Kliniken liegen unweit des Ufers der Schelde in der flämischen Hafenmetropole… 

Noch arbeiten Pathologen mit Mikrpskopen, um Gewebeproben auf Tumore zu analysieren

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