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Belgiens Non-Profit-Sektor auf den Barrikaden: 18.000 Demonstranten in Brüssel

Mehr als 18.000 Demonstranten aus den Sektoren Pflege- und Gesundheit, Wohlfahrt und Kultur sind am Dienstagvormittag in Brüssel auf die Straße gegangen, weil die Lösungen für ihre Probleme fordern. Die Sektoren leiden seit geraumer Zeit unter akutem Personalmangel und damit auch unter einen sehr hohen Arbeitsdruck. 

Andreas Kockartz
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Die Demonstranten kamen aus allen Sektoren: Aus den Krankenhäusern, aus Pflegeeinrichtungen, aus Seniorenheimen, aus dem Jugend- und Kulturbereich und auch aus Kitas, aus Kinderheimen und anderen Bereichen des Non-Profit-Sektors. Viele der Teilnehmer der Demonstration waren Verkleidet, z.B. als Shrek, der für eine aussterbende Spezies steht oder als Geist, um fehlende Kollegen zu symbolisieren.

Sie alle wollten einmal mehr die Alarmglocken läuten, denn sie sind, wo sie beschäftigt sind, zu wenig Mitarbeiter für immer mehr Arbeit und Anforderungen. Diese Demonstration war nicht die erste Protestaktion in den letzten Monaten. Im Dezember gab es hier in Belgien einen umfassenden Aktionstag, doch an diesem Dienstag forderten die Demonstranten Lösungen von Seiten aller Regierung im Land - von Bund, Ländern und Regionen.

Noch gerate der Pflegesektor nicht in Gefahr, so Marc Selleslach von der christlichen Gewerkschaft ACV. Noch könne man mit Minimalbesetzungen arbeiten, was in etwa einer Sonn- oder Feiertagsdienstleistung entspreche, doch ewig könne man so nicht weitermachen. Die Personale hätten kaum noch Zeit, sich mit den Menschen zu befassen, um die sie sich kümmern müssen.

Der Demonstrationszug startete am Brüsseler Nordbahnhof und folgte dem kleinen Ring bis zum Bahnhof Süd/Midi. Dies bedeutete, dass es in Brüssel am Vormittag zu massiven Verkehrsproblemen kam. Zu der Demonstration hatten die drei großen Gewerkschaften des Landes aufgerufen: Die christliche ACV, die sozialistische ABVV und die liberale ACLVB. 

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