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2022 zum ersten Mal weniger LKW-Maut-Kilometer in Belgien zurückgelegt

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hinterlässt auch seine Spuren im Transportsektor und zwar genauer in der Zahl der in Belgien zurückgelegten Maut-Kilometer. Dies ist aus den Zahlen von Viapass ersichtlich, die Einrichtung, die das Maut-System in unserem Land betreibt. Johan Schoups, Geschäftsführer von Viapass, stellt fest, dass die Lastwagen während Corona weiter uneingeschränkt unterwegs waren, während seit dem Krieg in der Ukraine weniger LKW für Maut-Gebühren sorgten.

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Die Einnahmen durch die LKW-Maut in Belgien stiegen von 841,1 Mio. € in 2021 auf 829,3 Mio. € im vergangenen Jahr. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Indexierung der Tarife zurückzuführen. Der Anstieg der Einnahmen gibt nicht unbedingt das wider, was auf den mautpflichtigen Straßen und Autobahnen passiert, so Schoups. Die Zahl der gefahrenen Maut-Kilometer ist letztes Jahr zurückgegangen.

2022 wurden in Belgien auf diesen Straßen 5.437.614.448 Maut-Kilometer zurückgelegt. 2021 waren es 5.523.298.464 Kilometer. Das bedeutet, dass diese Zahl um 1,5 % rückläufig war. Zieht man nur die zweite Jahreshälfte in Betracht, dann beträgt der Rückgang 2,6 %, so Viapass. Dies klingt seltsam, denn die Verkehrspolitik geht eigentlich davon aus, dass die Zahl der LKW-Kilometer stets zunehmen soll. Dies ist der Fall seit Einführung der LKW-Maut in Belgien im Jahr 2016 und sowohl die Einnahmen durch die Mautgebühr, als auch die zurückgelegten Kilometer stiegen von Jahr zu Jahr.

Doch dieser negative Trend scheint sich auch dieses Jahr fortzusetzen, denn im Januar liegen die Zahlen wieder etwas niedriger als im gleichen Monat des Vorjahres, so Viapass-Geschäftsführer Schoups. Er weist auch darauf hin, dass der Güterverkehr (nicht nur auf der Straße) ein Indikator für die Wirtschaft ist. So wie in den vergangenen Jahren auch, kommt der größte Teil der LKW-Maut-Einnahmen des Jahres 2022 mit 543,8 Mio. € aus Flandern. Auf die Wallonie entfallen 275,4 Mio. € und auf die Brüsseler Regio 10,1 Mio. €. 

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