Fast alle Opfer der verheerenden Flutkatastrophe nach den sintflutartigen Niederschlägen Mitte Juli 2021 in der Wallonie sind vergütet worden. Insgesamt wurden rund 2 Mia. € ausbezahlt. Damit konnten Schäden an Häusern, Grundstücken oder Autos finanziert werden. Die Behörden trugen dazu mit etwas mehr als 1 Mia. € bei und die restlichen 960 Mio. € kamen von den Versicherungsgesellschaften.
Flutkatastrophe 2021: Fast alle Geschädigten in der Wallonie wurden vergütet
Allerdings sind noch etwa 3 % der Schadensfälle bis heute nicht abgeschlossen. Das liegt z.B. daran, dass in einigen Dossiers noch die Gutachten fehlen oder weil die entsprechenden Verfahren noch laufen, wie Hein Lannoye, CEO desDachverbandes der belgischen Versicherungsunternehmen Assuralia gegenüber VRT NWS erklärte: „Einige der Versicherten sind mit dem Vorschlag ihrer Versicherung nicht einverstanden und haben Klage eingereicht. Die letzten nicht anzuzweifelnden Beträge sind bereits oder werden gerade ausbezahlt.“
Inzwischen ist die Katastrophe schon rund anderthalb Jahre her, doch es brauchte lange, um all diese Schadensfälle zu begleichen, hieß es dazu von Seiten des Versicherungs-Sektorverbandes Assuralia: „Wir haben viel Zeit nötig gehabt, bis alle Gutachten rund waren. Es war auch ein großes Problem, um Unternehmen zu finden, die zeitig die Arbeiten übernehmen konnten. Für uns Versicherer wäre es schöner gewesen, wenn wir alle Dossiers sofort hätten erledigen können, um schneller zu vergüten. Aber so einfach geht das nicht.“
Die Hochwasserkatastrophe in Ostbelgien und in der Wallonie in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli sorgte für Schäden in Milliardenhöhe und für zahlreiche Obdachlose. 38 Menschen kamen bei dieser Katastrophe ums Leben. Am schwersten Betroffen war das Wesertal, in dem die Wassermassen nach dem extremen Starkregen und nach der Öffnung der Eupener Talsperre (was damals nicht die Ursache war, wie festgestellt werden konnte) verheerende Zerstörungen anrichtete. Doch auch an der Maas in der Wallonie und in Flandern bzw. an deren Nebenflüssen sorgten damals steigende Pegel für Überschwemmungen und Zerstörungen.
