Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA, Mitte) und das flämische Rote Kreuz kündigten am Montag bei einem Besuch in der ukrainischen Stadt Luzk an, dem von russischen Truppen angegriffenen Land 60 Generatoren zur Stromversorgung der Bevölkerung zu liefern. Die flämische Landesregierung macht dazu 2 Mio. € frei.
Flanderns MP Jambon und das Rote Kreuz kündigen in der Ukraine die Lieferung von 60 Generatoren an
Ministerpräsident Jambon besuchte am Montag gemeinsam mit einer Delegation des belgischen Roten Kreuzes die Stadt Luzk im Nordwesten der Ukraine. Dort, im Rahmen des Besuches von zwei Einrichtungen zur Energieversorgung, wurde angekündigt, dass aus Flandern entsprechende Generatoren geliefert werden.
Einige dieser Generatoren sind bereit vor Ort, z.B. in Dubniviska, ein Ortsteil von Luzk, wo am 14. Januar bereits eine Anlage mit einer Kapazität von 200 Kilowatt angekommen ist, die dort für die Wasserversorgung von rund 127.000 Einwohnern Strom produziert. In Luzk selbst besuchte die Delegation aus dem belgischen Bundesland Flandern das städtische Krankenhaus, wo ein Generator mit einer Leistung von 400 Kilowatt erwartet wird.
Der Ministerpräsident sagte in Luzk gegenüber der belgischen Nachrichtenagentur Belga, warum Flandern dieses Geld freimacht: „Wir wollen mit diesem Budget einen Beitrag zum Kampf der Ukrainer gegen die Aggressionen Russlands leisten und auch für den unglaublichen Mut, den das ukrainische Volk an den Tag legt. Sie verteidigen nicht nur ihr Grundgebiet und gewinnen es zurück von den Russen, sondern eigentlich auch das System der europäischen Werte und der Demokratie. Also in diesem Sinne sind wir in den Kampf verwickelt. Wir sind zwar nicht an der Front anwesend, doch in diesem Kampf geht es auch um unsere Werte.“
Philippe Vandekerckhove, der Geschäftsführer des flämischen Roten Kreuzes, sagte, dass ein erster dafür sorge, dass fast die Hälfte der Bevölkerung von Luzk mit Trinkwasser versorgt werden könne: „Das zweite Gerät sieht Strom für ein Krankenhaus mit 700 Betten vor, wo ungefähr 40.000 Patienten pro Jahr versorgt werden.“
Aktuell sind bereits 16 der 60 flämischen Stromgeneratoren in der Ukraine angekommen. In den kommenden Monaten werden weitere solcher Anlagen an ukrainische Städte wie erneut Luzk, Odessa und Rivne geliefert.
