Eva Kaili (Foto), die frühere Vizevorsitzende des Europäischen Parlamente, beklagt sich über die Behandlung im belgischen Gefängnis, in dem sie sich seit ihrer Verhaftung in Zusammenhang mit dem Katar-Bestechungsskandal aufhalten muss. Die griechische Sozialistin nimmt über ihren Anwalt sogar das Wort „Folter“ in den Mund.
Katargate: Ex-EP-Vizepräsidentin Eva Kaili spricht von "Folter" in ihrer belgischen Zelle
Kaili wurde in Zusammenhang mit dem Katar-Skandal um hohe Bargeldzahlungen gegen positive Standpunkte in der Europapolitik bezüglich des Wüstenstaats und Marokko als unterstützende Instanz am 9. Dezember 2022 festgenommen.
Trotz der Tatsache, dass bei ihr in der Wohnung hohe Bargeldsummen entdeckt und beschlagnahmt wurden, beteuert sie bis heute ihre Unschuld, obschon auch ihr Lebensgefährte tief in diese Angelegenheit verstrickt ist.
Eva Kailis Anwalt kritisierte am Donnerstag die Haftbedingungen seiner Mandantin. Sie habe ihr zwei Jahre altes Kind bisher nur zweimal sehen dürfen und in der vergangenen Woche sei sie in Isolationshaft genommen worden. Zudem sei es in der entsprechenden Zelle sehr kalt gewesen und das Licht habe permanent gebrannt, weshalb sie nicht habe schlafen können.
Der Anwalt nannte diese Art der Haftbedingung „Folter“ und sagte, dass seine Mandantin unter Verdacht stehe und bis zum Beweis des Gegenteils nicht als schuldig gelte: „Wir sind in Europa, doch dieser Vorgang verletzt den Europäischen Menschenrechtsvertrag. Das ist mittelalterlich.“
