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Auch durch den Krieg in der Ukraine: Seit 2015 kamen nicht mehr so viele Asylsucher nach Belgien

Noch nie sind seit 2015 so viele Asylsucher nach Belgien gekommen, wie im vergangenen Jahr. Hauptgrund für diese Entwicklung ist der russische Angriffskrieg in der Ukraine. 2022 haben rund 64.000 ukrainische Staatsbürger hier einen zeitlich befristeten Schutz erhalten. Hinzu kamen aber auch weitere rund 32.000 Asylsucher aus anderen Ländern.

Andreas Kockartz
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2022 kamen knapp 7.000 Asylsucher weniger ins Land, als im Spitzenjahr 2015. Doch auch die heutigen Zahlen sorgen für erheblichen Druck bei den Ausländerbehörden in Belgien, denn es fehlt in unserem Land an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt leidet z.B. das staatliche Ausländeramt Fedasil unter akutem Personalmangel.

Belgiens Staatssekretärin für Asyl und Migration, Nicole de Moor (CD&V) sagt, dass mehr Personal und mehr Aufnahmeplätze das Problem nicht grundsätzlich lösen kann. Es müsse schon zu mehr Kontrollen an den Außengrenzen der Europäischen Union kommen und auf EU-Ebene müsse es zu Reformen kommen. De Moor appelliert auch an mehr Solidarität zwischen den einzelnen EU-Mitgliedsländern. Doch hier sorgen unterschiedliche und teilweise entgegengesetzte Interessen für Zögerlichkeiten.

Inzwischen wurden zahlreiche Unterbringungsmöglichkeiten für Neuankömmlinge geschaffen und Fedasil konnte auch zusätzliches Personal einstellen. Doch, so Staatssekretärin de Moor, brauche auch Belgien eine Reform des Asylsystems. Rund die Hälfte aller Antragsteller auf Asyl oder auf befristete bzw. dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekam letztes Jahr in Belgien einen positiven Bescheid auf ihre Anträge. Ukrainische Kriegsflüchtlinge bekommen automatisch in unserem Land einen Schutzstatus. 

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