Beim Prozess zu den islamistischen Terroranschlägen auf Brüssel am 16. März 2016 wurden in dieser Woche Fotos von einem Appartement gezeigt, dass einige der Terroristen als Safehouse nutzten und in dem sie sich unmittelbar vor den Anschlägen aufgehalten hatten. Diese Bilder wurden von Ermittlern der belgischen Bundespolizei aufgenommen.
IS-Fahne, Perücke, Essenreste und Bomben: So sah ein Flat der Brüsseler Terroristen aus
-Ein Taxifahrer hatte die Polizei kurz nach den Anschlägen in der Abflughalle des Brussels Airport in Zaventem und auf die Metrostation Maalbeek im Regierungsviertel von Brüssel auf die Spur dieser Adresse in Schaarbeek gebracht, denn er hatte einige der Terroristen dort abgeholt und zum Flughafen gebracht. Die Wohnung befindet sich in der Max Roosstraat N°4.
Zunächst durchsuchten der Kampfmittelräumdienst der Armee (DOVO) und Spezialkräfte der Bundespolizei das Flat, um es für weitere Ermittlungen und für die Spurensicherung zu sichern. Dabei wurden diese Fotos gemacht und einige Videos gedreht.
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Neben ganz gewöhnlichen Gegenständen aus dem alltäglichen Leben, wie Essensresten, fanden die Polizisten dort auch Zutaten, wie Azeton, zur Herstellung des von den Terroristen gebrauchten Sprengstoffs TATP. In dem Appartement entdeckten die Ermittler auch im Abfall einen Computer mit wichtigen Details zu den Terroristen, die auch zur Ergreifung einiger Verdächtiger geführt hatten.
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Und sie fanden eine gefälschte Identitätskarte auf den Namen Miguel Dos Santos, der auch den Mietvertrag für dieses Appartement unterzeichnet hatte. Aber in Wirklichkeit handelte es sich bei ihm um den IS-Terroristen Ibrahim El Bakraoui, der sich im Flughafen Zaventem in die Luft sprengte.
Neben vielen Geräten und Gegenständen, die die Terroristen zum Bombenbau verwendeten - Kabel, Zünder, Schrauben - und Reisetaschen und Koffern fanden die Beamten der Spurensicherung auch DNA der Verdächtigen, auch von Mohamed Abrini und von Osama Krayem, die sich nicht in die Luft sprengten und die heute vor Gericht stehen. Es wurde aber auch Erbgut von Verdächtigen gefunden, die ebenfalls gerade vor Gericht stehen, die aber mit den Anschlägen nichts zu tun haben wollen.
