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Inland
Wirtschaft

Neuer Rekord bei den Investitionen aus dem Ausland in Flandern

Noch nie haben Unternehmen aus dem Ausland mehr Kapital im belgischen Bundesland Flandern investiert als im vergangenen Jahr. 2022 belief sich die entsprechende Gesamtsumme auf rund 5,26 Mia. €. Im Zuge dieser Investitionen konnten knapp 6.540 neue Arbeitsstellen geschaffen werden. Auch dies ist ein neuer Rekord, wie von Seiten der flämischen Landesregierung verlautete.

Andreas Kockartz
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Die Zahlen wurden von der flämischen Landesagentur für Investierungen und Handel (Flanders Investment & Trade (FIT)) und vom Kabinett von Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) veröffentlicht, bevor dieser nach Davos zum Weltwirtschaftsgipfel abreiste.

Flandern ist für ausländische Investoren besonders im Bereich Produktion rund um Forschung und Entwicklung in der chemischen und der pharmazeutischen Interessant. Bestes Beispiel dafür ist, dass der US-Pharmariese Pfizer Ende 2022 eine Mega-Investition am Standort Puurs (Prov. Antwerpen) in Höhe von 1,6 Mia. € ankündigte (Video unten). Und auch der französische Biopharma-Konzern Sanofi baut in Geel (ebenfalls Prov. Antwerpen) eine neue Produktionslinie.

Weitere Sektoren

Doch auch der Bereich Klimatechnologie und Energiewende sorgt für Investitionen aus dem Ausland und für neue Jobs. Hier wurde 2022 1,64 Mia. € in 23 Projekte investiert, was 960 zusätzliche Arbeitsplätze brachte. Des weiteren bringen die Sektoren Sales & Marketing, Logistik und Produktion viele Investierungen aus dem Ausland.

„Flandern ist als eine aussichtsreiche Location für Investitionen von internationalen und innovativen Unternehmen bekannt“, so MP Jambon: „Die Tatsache, dass Flandern in Europa im Bereich Budgets für Forschung und Entwicklung Spitzenreiter ist, wirft Früchte ab. In Flandern gehen 3,6 % des Brutto-Inlandsprodukts an Innovation. Das macht uns kein anderes EU-Land nach.“ 

Woher kommen die Investitionen?

Die meisten Investierungen kamen letztes Jahr aus den USA, aus den Niederlanden und aus Frankreich. Auf Rang 4 folgt Großbritannien, wenn sich auch die Budgets aus diesem Land halbierten. Deutschland macht die Top 5 voll. In der Top 10 stehen weiter Japan, China, Schweden, Kanada und jetzt auch Norwegen und die Schweiz.

Das bedeutet, dass die meisten Investitionen also aus Europa kommen und dies nicht notwendigerweise aus der Europäischen Union. Die meisten neuen Jobs kreierten amerikanische Firmen mit 2.870 neuen Jobs (zum ersten Mal mehr als bei europäischen Firmen). Insgesamt wurden 2022 rund 6.540 neue Stellen von ausländischen Unternehmen geschaffen, 4,7 % mehr als 2021. Jeder dritte dieser neuen Stellen kam im Bereich Produktion hinzu. 

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