Am Donnerstagabend haben Unbekannte mehrere Schüsse auf ein Wohnhaus am Kioskplaats in Hoboken (Provinz Antwerpen) verübt. Dabei wurden die Eingangstür und die Fassade beschädigt. Die Täter hängten auch ein Transparent mit einer Drohung auf.
Drogenkriminalität in Antwerpen: Unbekannte verüben Anschlag auf Kioskplaats in Hoboken
In der vergangenen Nacht haben Unbekannte Schüsse und womöglich einen Sprengsatz auf ein Mehrfamilienhaus am Kioskplaats im Antwerpener Stadtteil Hoboken abgefeuert. Dabei wurden die Eingangstür und die Fassade beschädigt.
Die Täter haben auch ein Transparent mit der Aufschrift "Ali hoerenkind dede" aufgehängt, wobei “dede” Tod bedeutet. Die Wortwahl deutet auf einen Zusammenhang mit dem Drogenhandel hin und wurde bereits bei früheren Anschlägen verwendet.
Informationen der Zeitung Gazet van Antwerpen zufolge wird eine Wohnung in dem Haus von einem Wachmann gemietet, der im Hafen arbeitet. Die Ermittlungsbehörden hatten in der Vergangenheit bereits Hausdurchsuchungen bei dem Mann durchgeführt.
Die Spurensicherung und der Entminungsdienst Dovo haben den Tatort gesichert.
Erst am Montagabend war ein 11-jähriges Mädchen bei einem Anschlag auf ein Wohnhaus von einer Kugel tötlich getroffen worden. Als Umschlagplatz für den internationalen Drogenhandel werden in Antwerpen seit 2021 so gut wie jede Woche Sprengsätze oder Schüsse auf Wohnhäuser oder Autos abgefeuert.

