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Die Universität Antwerpen verbietet ihrem Personal das Flugzeug für Reisen von weniger als 8 Stunden

Weil die Universität Antwerpen den Fokus auf den Klimawandel und den ökologischen Fußabdruck richten will, verbietet Sie ihrem Personal ab sofort das Fliegen, wenn die Zugfahrt weniger als acht Stunden dauert. Wer zu einem Kongress oder einer Konferenz beispielsweise nach Zürich fährt, müssen also künftig mit dem Zug reisen. 

Martina Luxen
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Aber es können auch Hamburg, München, Marseille oder Manchester sein: Alle diese Städte werden von den Beschäftigten der Universität Antwerpen in Zukunft mit dem Zug angefahren und nicht mehr mit dem Flugzeug angeflogen. Selbst bei einer zehnstündigen Zugfahrt, wie etwa von Antwerpen nach Nizza oder Barcelona, empfiehlt die Universität, den Zug zu nehmen.  

"Eine Flugreise belastet die Umwelt sieben- bis elfmal mehr als die gleiche Strecke mit dem Zug, wie Wissenschaftler herausgefunden haben", sagt die Universität Antwerpen: "Und der Unterschied ist bei kurzen Strecken unter 700 Kilometern am größten."  

"Die Entscheidung, das Fliegen für kürzere Reisen zu verbieten, ist ein wichtiger Schritt", sagt Rektor Herman Van Goethem: "Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden, an Videokonferenzen oder Online-Kursen teilzunehmen. Aber natürlich bleibt der persönliche Kontakt wichtig und die physische Präsenz hat oft einen Mehrwert. Manchmal ist sie auch notwendig.” 

Professorin Els Laenens, Dozentin am Fachbereich Informatik, ist 2019 mit dem Zug nach Dänemark gereist: "Ich war 13 Stunden unterwegs, aber ich hatte nicht das Gefühl, Zeit zu verschwenden. Die meiste Zeit hatte ich einen großen Tisch für mich allein. Auf diese Weise konnte ich problemlos arbeiten", betont die Dozentin. 

Die Kosten des Klimawandels

Fliegen verursacht mehr Umweltverschmutzung als Zugfahren, aber die Kosten für ein Flugticket sind oft niedriger als die für ein Zugticket, vor allem auf langen Strecken. "Wenn man tagsüber zu weniger touristischen Orten fliegt, ist der Preisunterschied zwischen Flugzeug und Zug deutlich geringer als bei rein touristischen Reisezielen", betont die Universität. Die AU erklärt sich bereit, diese zusätzlichen Kosten zu übernehmen.  

Ihre Initiative ist im Übrigen Teil eines umfassenderen Klimaplans der Universität. "Bis 2030 wollen wir CO2-neutral arbeiten. Dieses Ziel können wir nicht erreichen, wenn wir weiterhin systematisch das Flugzeug nehmen", betont Peter De Meyer, Sprecher der Universität Antwerpen. 

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