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Gesundheit

Zwei flämische Wissenschaftlerinnen werden für ihre Forschung zur Rolle von Darmbakterien bei Alzheimer gefördert

Professorin Roosmarijn Vandenbroucke und Doktorin Charysse Vandendriessche sind sowohl dem Flämischen Institut für Biotechnologie (VIB), als auch der Universität Gent (UGent) verbunden. Sie werden jetzt mit 300.000 € für ihre Forschungsarbeit zum Einfluss von Darmbakterien auf Alzheimer-Erkrankungen gefördert. Die Förderung kommt von der Stiftung „Alzheimer-Forschung“, die die Arbeit der beiden Wissenschaftlerinnen für relevant und tiefgreifend hält und weil sie glaubt, dass sie zu neuen Ansichten führt.

Andreas Kockartz
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Die beiden Wissenschaftlerinnen untersuchen die Verbindung zwischen Bakterien in den menschlichen Därmen und Alzheimer. Zu deren Arbeit heißt es: „Es ist schon bekannt, dass es einen Unterschied zwischen Darmbakterien bei gesunden Personen und bei Alzheimer-Patienten gibt. Es ist aber noch nicht bekannt, ob diese Unterschiede die Ursache für eine solche Erkrankung darstellen. Das schauen wir uns bei unseren Untersuchungen genauer an: In wie fern spielen diese Bakterien eine Rolle in der Entstehung dieser Krankheit.“

Die Forschungsarbeit konzentriert sich auf Bläschen, die diese Darmbakterien bilden: „Vor kurzem wurde bekannt, dass Bakterien Bläschen freisetzen, doch diese Bläschen bleiben nicht in den Därmen. Sie können sich im gesamten Körper ausbreiten und sogar die Gehirnzellen erreichen, auf die sie negative Auswirkungen haben.“

Professorin Vandenbroucke und ihr Team versuchen, ob sie solche Bläschen im Blut von Alzheimerpatienten finden können: „Das kann uns dabei helfen, einen ‚Biomarker‘ für die Krankheit zu finden, ein sehr präzises Kennzeichen, an dem wir schon früh sehen können, ob jemand die Krankheit hat oder ob er dafür empfänglich ist.“ In einem weiteren Schritt kann diese Forschung vielleicht Deutlichkeit dazu verschaffen, ob diese Bläschen auch entfernt werden können, falls sie einen negativen Einfluss auf das Gehirn haben.

"Relevante Forschung"

Joost Martens, Direktor der Stiftung „Alzheimer-Forschung“, erklärte dazu, dass diese 300.000 € für diese Forschungsarbeit nicht für die erstbeste Arbeit ausgegeben werden, sondern weil dazu ein Projektantrag eingereicht wurde, der das wissenschaftliche Beratungsgremium seiner Einrichtung gemeinsam mit zwei unabhängigen Forschern aus dem Ausland überzeugen konnte: „Dieses Gremium legt fest, ob es sich um Forschungen handelt, die relevant und tiefgreifend sind und das war hier eindeutig der Fall. Der Versuch, einen Link zwischen Darmbakterien und Alzheimer zu legen, kann zu ganz neuen Einsichten führen.“

Professorin Vandenbroucke freute sich auf die Zuerkennung dieser Forschungsgelder: „Es verlangt noch einige Jahre an Arbeit, bis wir zu Behandlungen kommen. Deshalb brauchen wir das Geld von der Stiftung sehr dringend.“     

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