Letztes Jahr haben vermeintliche Steuersünder 199,4 Mio. € an Schwarzgeld beim Fiskus angemeldet. Dies brachte der Staatskasse rund 118 Mio. € ein, wie die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd meldet. Seit 2016 läuft in Belgien die vierte und wohl auch letzte Runde, um Schwarzgeld zu legalisieren. Am 31. Dezember 2023 ist aber Schluss damit.
Vergangenes Jahr wurden beim belgischen Fiskus 200 Mio. € Schwarzgeld angegeben
2022 wurde beim belgischen Steueramt 313 Dossiers zu Regularisierungen von Schwarzgeld eingereicht. Das waren etwas weniger Vorgänge als 2021, als 342 Anträge bearbeitet wurden, bei denen es um 451 Mio. € ging. Allerdings betraf dies auch eine Akte, bei der es um eine sehr hohe Einzelsumme ging, wie De Tijd dazu schreibt.
Das Schwarzgelddossiers bearbeitet werden, hat laut De Tijd auch damit zu tun, dass die Banken heutzutage strenger sind bzw. sein müssen. Sie dürfen kein Geld mehr annehmen, dessen Herkunft nicht belegt werden kann. Und unlängst sind entsprechende Richtlinien noch verschärft worden.
Über den internationalen Austausch von Informationen und Angaben bekommt der belgische Fiskus auch eine bessere Sicht auf Gelder, die im Ausland „versteckt“ sind.
Für steuerlich noch nicht verjährte Einkünfte beträgt der Bußgeldtarif bei der belgischen Steuer 25 % und bei bereits verjährten Vorgängen sogar 40 %.
