Zum Hauptinhalt springen

Neues historisches Album von "Suske und Wiske" handelt vom Antwerpener Drucker Christoffel Plantijn

Das neue Album der flämischen Comic-Helden Suske und Wiske ist wieder einmal ein historisches Abenteuer. Diesmal erzählt die Geschichte von dem Antwerpener Drucker Christoffel Plantijn, der im 16. Jahrhundert Pionierarbeit in Sachen Druckerkunst leistete. Aber, wie es dazu von Seiten des Verlags Standaard Uitgeverij heißt, liegt hier „dichterische Freiheit“ vor, denn „Der geplagte Plantijn“ ist eine Geschichte, die mit viel Phantasie verbunden ist. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Geschichte kann kurz zusammengefasst werden: Suske und Wiske und ihre Freunde Lambik, Sidonia und Jerom bekommen eine historische Karte von Antwerpen in die Hände und darauf ist ein mysteriöses Kreuz zu sehen. Mithilfe der Zeitmaschine von Professor Barabas ziehen die Abenteurer in das sogenannte „Goldene Jahrhundert Antwerpens“ in die Kreise um Drucker Plantijn.

Auch die Nachkommen von Suske und Wiske-Erfinder Willy Vandersteen freuen sich über dieses neue Album. Dessen Tochter Leen Vandersteen sagte dazu, dass es in der Linie der Arbeit ihres Vaters bleibe: „Comic-Geschichten sind für mich die ideale Weise, um junge Leute für Geschichte zu begeistern und um unsere Vergangenheit zu erleben.“

Historische Abenteuer

Das Abenteuer „Der geplagte Plantijn“ ist nicht das erste Suske und Wiske-Album, dass in die flämische Geschichte zurückgeht. Vor einigen Jahren befasste sich das Album „Die Rübe von Rubens“ mit einem Abenteuer um den Malerfürsten Pieter Paul Rubens und bei "Der verlorene Van Eyck" eben über Jan Van Eyck.

(Lesen Sie bitte unter der Illustration weiter)

Die Veröffentlichung dieses neuen Buches gehört zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen und Veröffentlichungen rund um das Thema „Die Geschichte von Flandern“, die mit der gleichnamigen VRT-Reportage-Reihe einhergeht, die seit einigen Wochen im Fernsehen zu sehen ist. 

Geschichte an die junge Generation weitergeben

Der Titel „Der geplagte Plantijn“ verweist denn auch auf die Probleme, die der Drucker Christoffel Plantijn seinerzeit hatte, um sich geschäftlich behaupten zu können. Der Drucker suchte zeitlebens nach einer Ausgewogenheit, um sich aus den Zwistigkeiten von Katholiken und Protestanten im 16. Jahrhundert heraushalten zu können, denn er hatte Kunden auf beiden Seiten. Wer sich für diesen Teil der Geschichte interessiert, dem sei das Druckerei-Museum „Plantin-Moretus“ in Antwerpen empfohlen…

Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) war bei der Premiere dieses Comics in der vergangenen Woche zugegen: „Diese Geschichte erweckt einen Teil unserer reichhaltigen Geschichte zum Leben. Sie bietet uns ein anderes Bild auf die Buchdruckkunst. Das ist ein enormer Verdienst. (…) Es ist wichtig, dass unsere reiche aber auch manchmal beladene Geschichte auf eine breitgefächerte Art und Weise gebracht wird.“ 

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5