Das stürmische Wetter hat am Donnerstagvormittag auch für Probleme auf dem Gleisnetz der belgischen Bahn gesorgt. Nach heftigen Windböen kippten entwurzelte Bäume an mehreren Stellen auf die Schienen.
Das größte Problem wurde durch einen umgestürzten Baum verursacht, der in Wespelaar bei Haacht auf die Gleise fiel. Dadurch wurde der Zugverkehr zwischen Löwen (Flämisch-Brabant) und Mechelen (Prov. Antwerpen) unterbrochen.
Güterzüge wurden umgeleitet und die Reisezüge wurden durch Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt. In Aalst in Ostflandern landeten Äste auf den Schienen, die aber rasch beseitigt werden konnten.
In der Provinz Lüttich stürzte ein Baum bei Esneux auf die Gleise, weshalb der Bahnverkehr zwischen Lüttich-Guillemins und Rivage bzw. Luxemburg unterbrochen war.
Die Lokführer der internationalen Züge zwischen Belgien und den Niederlanden wurden aufgrund des Sturm angewiesen, etwas langsamer als eigentlich vorgeschrieben zu fahren, was für Verspätungen in beiden Richtungen sorgte.
Bahninfrastruktur-Dienstleister Infrabel bleibt den ganzen Tag noch wachsam, bis die stärksten Böen aufgehört haben, doch auch in den kommenden Tagen kann noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h gerechnet werden.
