Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB hat im vergangenen Jahr wieder mehr als 200 Millionen Fahrgäste befördert. In den beiden vorangegangenen Jahren konnten solche Zahlen infolge der Corona-Pandemie nicht mehr erreicht werden. Insgesamt nahmen letztes Jahr 227 Millionen Fahrgäste in Belgien den Zug, 32 % mehr als 2021.
Die belgische Bahn beförderte 2022 wieder mehr als 200 Millionen Fahrgäste
Die Fahrgastzahlen aus der Zeit vor Corona konnten jedoch noch nicht wieder erreicht werden. 2019 wurden noch 253 Millionen Reisende befördert. „Im Durchschnitt beträgt die Zahl der Reisenden ungefähr 90 % des Fahrgastvolumens von 2019“, heißt es dazu von Seiten der NMBS/NMBS.
Den Unterschied kann man auch daran festmachen, dass seit Corona viel mehr Beschäftigte und damit auch Bahnpendler häufiger von zu Hause aus arbeiten. Die Bahn registrierte z.B. 2022 den Verkauf 82 Millionen Berufspendler-Abonnements. Das waren 15 % weniger als noch 2019.
Die Schülerabos allerdings liegen mit rund 61 Millionen Verkauften Abonnements wieder auf Vor-Corona-Niveau.
Gute Resultate erzielt die belgische Bahn auch wieder mit Freizeitfahrten und Tagesfahrscheinen bzw. mit den 10-Fahrten-Tickets. 2022 zählte die NMBS/SNCB rund 73 Millionen Gelegenheitsfahrten. Im vergangenen Sommer wurden auffallend viele dieser 10-Fahrten-Tickets verkauft, bedeutend mehr als vor der Coronakrise. Das war vor allem an den Wochenenden und während den Schulferien der Fall.
Inzwischen, so die Bahn, kaufen viele Reisende ihre Fahrkarten oder Abonnements digital. Die Bahn-App und die Webseite der NMBS/SNCB waren gut für den Verkauf von rund einem Drittel aller Fahrscheine und auch der 10-Fahrten-Karten.
