Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

Der Immobilienmarkt in Belgien kühlt ab: Häuserpreise steigen zwar, doch nicht so schnell wie die Inflation

Nach dem aktuellen Immobilien-Barometer des Berufsverbandes der belgischen Notare, Notaris, zeigt sich am Immobilienmarkt in unserem Land eine gewisse Stagnation. Zwar stiegen die Preise für Hauser auch im vergangenen Jahr weiter, doch sie steigen nicht so schnell wie die Inflation.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In den Augen der Notare sind die Preise für Immobilien 2022 im Vergleich mit der schnell steigenden Inflation prozentual sogar gesunken. Das ist in der Wallonie deutlich zu erkennen, wo Häuser oder Wohnungen im Durchschnitt 4,3 % billiger geworden sind. Die teuersten Immobilien in Belgien werden nach wie vor in der Brüsseler Region angeboten, wo man für ein Haus durchschnittlich 575.000 € bezahlen muss.

Das war letztes Jahr mehr oder weniger das doppelte von den Preisen, die in der Wallonie bezahlt werden mussten. Aber auch hier sanken die Preise um rund 3,1 %.

In Flandern liegen die Preise irgendwo dazwischen, denn hier kostet ein Haus rund 350.000 €, knapp 30.000 € mehr als im landesweiten Durchschnitt. Hier stiegen die Preise allerdings im Vergleich zu 2021 um rund 8,2 % bei Einfamilienhäusern und um etwa 3,5 % bei Appartements. Wenn man allerdings mit der Inflation Rechnung trägt, dass sanken die Preise hier um durchschnittlich 1,8 %.

Hier fiel Notaris auf, dass für Wohnungen mit 3 Schlafzimmern die Preise etwas gesunken sind, während gerade solche Appartements während der Coronazeit deutlich teurer geworden waren.

Insgesamt war der Immobilienmarkt in Belgien im vergangenen Jahr auch etwas ruhiger. Alleine seit dem Sommer sind die Immobilien-Transaktionen um 7 % gegenüber der ersten Jahreshälfte 2022 zurückgegangen, was wohl wiederum den allgemein steigenden Kosten und Preisen oder auch der Inflation geschuldet ist. 

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5