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Inland
Wirtschaft

Nur ein leichter Rückgang bei den Umschlagszahlen im Fusionshafen Antwerpen-Brügge

Der belgische Hafenverbund Antwerpen-Zeebrügge verzeichnete im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang bei den Umschlagszahlen. Die leicht gesunkenen Zahlen sind vor allem im Containerverkehr festgestellt worden. Bei Massengütern in Bulk-Form hingegen stieg der Umschlag etwas. „Trotz allen Herausforderungen, wie dem Krieg in der Ukraine und der Energiekrise haben wir doch ein schönes Resultat erzielt“, sagte Antwerpens Hafenschöffin Annick De Ridder (N-VA) dazu.

Andreas Kockartz
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Port of Antwerp-Bruges habe sich trotz eines Jahres mit vielen Herausforderungen, wie den Nachwehen von Corona, den weltweiten von China verursachten Problemen in der Logistikkette, dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und der daraus resultierenden Energiekrise wacker geschlagen, so Hafenschöffin De Ridder gegenüber dem VRT-Sender Radio/Antwerpen: „Der Hafen hat gut standgehalten.“

Rückgang um 0,7 %

Die Umschlagszahlen für Güter und Waren jeglicher Art waren 2022 im Fusionshafen um 0,7 % zurückgegangen: „Wir haben also quasi das gleiche Resultat erzielt, wie im Jahr davor. Wir haben 286 Millionen Tonnen Güterumschlag gehabt. Das ist ein leichter Rückgang. Trotz aller Probleme ist das ein besonders starkes Resultat für all unsere Unternehmen und Mitarbeiter. 

Wir haben immer stark an die Fusion der beiden Häfen geglaubt. Aber jetzt sehen auch der Rest der Welt und Flandern den Mehrwert davon.“

Antwerpens Hafenschöffin Annick De Ridder

Die definitive Fusion der beiden Seehäfen von Antwerpen und Zeebrügge wurde im April 2022 vollzogen. Damit wurden jetzt auch zum ersten Mal die entsprechenden Gesamtumschlagszahlen veröffentlicht. „Wir haben immer stark an die Fusion der beiden Häfen geglaubt. Aber jetzt sehen auch der Rest der Welt und Flandern den Mehrwert davon. Die Fusion kam zur rechten Zeit. Um ein Beispiel zu geben: In Antwerpen stehen die Kais voll mit Containern und es gibt zu wenig Platz. Die zusätzliche Kapazität finden wir in Zeebrügge“, so die Hafenschöffin.

Europas Tor für Energie?

Durch diese Fusion ist der Port of Antwerp-Bruges zum wichtigsten Exporthafen in Europa geworden, doch die Ambitionen reichen weiter. Ziel ist, den Gemeinschaftshafen nachhaltiger und energiefreundlicher zu gestalten. Hafenschöffin De Ridder deutete an, in welche Richtung das gehen soll: „Wir wollen in der Zukunft zum Energietor Europas werden. Durch den Krieg in der Ukraine sehen wir schon, wie sich die Energieströme verschieben, doch wir werden auch selbst grünen Wasserstoff importieren, der als Energiequelle für die petrochemische Industrie im Antwerpener Hafen genutzt werden soll.“ 

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