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Der Brüsseler Autosalon hat begonnen: Kleiner und im Zeichen eines schrumpfenden Marktes

An diesem Samstag startet der 100. Brüsseler Autosalon. Zwei Jahre lang musste diese Messe für Neufahrzeuge in der belgischen Hauptstadt wegen Corona ausfallen. Jetzt soll dort gefeiert werden, auch wenn 2022 ein katastrophales Jahr für die Automobil-Industrie in Belgien war. Dieses Jahr liegt der Trend mehr denn je bei den Elektroautos und bei der Elektromobilität. 

Andreas Kockartz
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Der Autosalon ist wieder da. Wie gewohnt findet er wieder in den Messehallen am Heizel statt. Doch dieses Jahr fällt er kleiner aus, auch wenn die 100. Ausgabe am Start ist. Veranstalter Febiac, der Dachverband der Automobilindustrie in Belgien, geht auch von weniger Besuchern aus. Auch deshalb und wegen weniger präsenten Marken, belegt der Autosalon nur 6 statt wie bisher 10 Messehallen.

Gabriel Goddoy, der Leiter der Kommunikationsabteilung von Febiac, sagte gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ in dieser Woche, dass dieses Jahr ein Autosalon mit weniger Fläche, aber mit mehr Erlebnis stattfinden werde: „Das wird eine kompakte Ausgabe. Nach zwei Jahren Pandemie ist bei unseren Mitgliedern wieder viel Interesse für einen Salon. 95 % des Marktes werden bei dieser Ausgabe anwesend sein.“

Der Trend zum E-Auto setzt sich fort

Bei den mehr als 50 anwesenden Autobauern liegt der Nachdruck immer mehr auf elektrischem Fahren, so Goddoy: „Etwa die Hälfte aller ausgestellten Modelle verfügt über die eine oder anderen Form von elektrischen Motoren.“ Die Zahl der E-Autos ist in Belgien auch im vergangenen Jahr deutlich angestiegen und es sind vor allem Unternehmen, die sich für ein solches Fahrzeug entscheiden, obwohl es noch wesentlich teurer ist, als ein Auto mit Verbrennungsmotor. 

Privatleute entscheiden sich derzeit wohl noch eher für ein Hybridfahrzeug, stellt Febiac fest. Offenbar fehlt noch das Vertrauen in die Ladeinfrastruktur für einen höheren Absatz von reinen Elektrofahrzeugen.

Zu wenig Ladestationen?

In Brüssel gibt es derzeit z.B. nur etwa 2.300 öffentliche Ladestationen für E-Autos. Bis 2035, wenn in der belgischen Hauptstadt Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nicht mehr fahren dürfen, soll die Zahl auf über 22.000 Lademöglichkeiten in der Brüsseler Region angestiegen sein. Febiac hält das für zu wenig: „Das steht überhaupt nicht im Verhältnis zur Elektrifizierung der Fahrzeugflotte. Wenn man sich den Plan der Brüsseler Regionalregierung ansieht, dann hat man den Eindruck, als ob die Regierung Autos in Brüssel gar nicht mehr haben will.“

Katastrophales Jahr für den Automobilsektor

2022 mag für den Bereich Elektromobilität ein sehr gutes Jahr gewesen sein, doch für den Automobilsektor in Belgien (und nicht nur hier), war es ein katastrophales Jahr. Mit nur 366.000 Anmeldungen von Neuwagen sank die Zahl nun schon im dritten Jahr in Folge auf den niedrigsten Wert seit 1995.

„Durch die Pandemie gab es einen Mangel an Halbleitern und anderen Bauteilen, was zu Problemen bei der Produktion und den Ausliegerungen führt“, heißt es beim Sektorverband Febiac dazu. Allerdings bot das letzte Trimester 2022 ein wenig Hoffnung, denn die Zahl der in diesem Zeitraum abgesetzten Neuwagen stieg ein wenig gegenüber dem Rest des Jahres. Die logistischen Probleme seien gelöst: „Wir erwarten, dass 2023 ein gutes Jahr wird, besser als 2022.“

Autosalon Brüssel, 14. bis 22. Januar, Brüssel Expo Heizel, Eingang Halle 5, Belgiëplein 1, 1020 Brüssel (Laken). Info: https://askoto.be/nl/autosalon

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