Am Mittwoch befasste sich der Brüsseler Terrorprozess mit den Aussagen eines Taxifahrers, der einige der Terroristen kurz vor dem Terroranschlag auf den Flughafen von Zaventem am 22. März 2016 dorthin gebracht hatte. Ein Polizeikommissar zitierte Teile dieser Aussage im Gerichtssaal.
Brüsseler Terrorprozess: Wichtige und entscheidende Aussage eines Taxifahrers
Der Taxifahrer hatte sich unmittelbar nach den beiden Selbstmordattentaten am 22. März 2022 bei der Polizei gemeldet, um dort anzugeben, dass er womöglich Terroristen zum Brussels Airport gebracht habe. Nach Ansicht der Polizei gehört dessen Aussage zu den wichtigsten Elementen der unmittelbaren Ermittlungen nach den Explosionen.
Die Angaben des Taxifahrers hatten dazu geführt, dass die Ermittler recht schnell das Safehouse der Terroristen im Stadtteil Schaarbeek entdecken konnten. In dem Versteck konnte zudem ein Computer sichergestellt werden, in dem Pläne für die Anschläge in Paris 2015 und Brüssel 2016 gefunden wurden.
Dokumente in diesem Computer halfen auch dabei, Attentäter zu identifizieren. Nachweislich hatte der Taxifahrer die drei Terroristen Mohamed Abrini, Ibrahim El Bakraoui und Najim Laachraoui (Foto unten) mit jeweils einer schwarzen Reisetasche (die die Bomben enthielten) zum Flughafen befördert.
Das Taxi (Foto oben) wurde noch am 22. März 2022 für die Spurensicherung der Polizei beschlagnahmt. Letztendlich hatte sich Mohamed Abrini nicht in die Luft gejagt. Er konnte am 8. April 2016 festgenommen werden und gehört zu den Angeklagten, denen jetzt der Prozess gemacht wird.
