Ein junger Mann wurde diese Woche in einem schweren Psychosezustand aufgefunden, nachdem er ein oder mehrere Cannabisbonbons (Foto) gegessen hatte. Die Polizei und der Notdienst in Turnhout in der Provinz Antwerpen warnen vor sehr bunten Bonbons, die im Umlauf sind und Cannabis enthalten sollen.
In Turnhout warnen Polizei und Notärzte vor gefährlichen Cannabis-Bonbons
Die äußerst gefährlichen Bonbons sind bunt und haben die Form eines Wurms, ähnlich wie einige handelsübliche saure Bonbons. Sie haben aber nichts mit Gummibärchen zu tun, warnen Experten. Sie enthalten nämlich THC (Tetrahydrocannabinol), der aktive Hauptwirkstoffl von Cannabis, und das in sehr hoher Konzentration. Die Wirkung eines einzigen dieser Bonbons ist deutlich höher als die eines Joints, betont die Polizei. Außerdem treten die Symptome oder Empfindungen erheblich später auf, als wenn Cannabis geraucht wird. Das macht diese Bonbons sehr gefährlich.
Die Wirkung eines Bonbons wird nämlich erst eine bis eineinhalb Stunden nach dem Verzehr spürbar. Daher ist die Gefahr groß, dass die Person, die es gegessen hat, ein oder mehrere weitere Bonbons zu sich nimmt, weil nicht sofort die gewünschte Wirkung eintritt. Mit Folgen, die für die körperliche und geistige Gesundheit verheerend sein können.
Ärzte weisen darauf hin, dass der Konsum solcher THC-Bonbons zu schweren psychotischen Zuständen führen kann, mit Verlust des Realitätsbezugs, Ängsten, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Denk- und Verhaltensstörungen wie z. B. unkontrollierter Aggressivität.
Die Polizei "geht davon aus, dass diese Bonbons nicht in Supermärkten, Zeitungsläden oder Süßwarengeschäften verkauft werden. Das kann beruhigend sein", heißt es in ihrer Mitteilung in den sozialen Netzwerken.
