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Der Gesangskanarienverein von Eeklo feiert den 100. Geburtstag: „Zukunft ist aber ungewiss“

"Koninklijke Eeklose Waterslagers", ein Verein, der Gesangskanarien züchtet und sie an Wettbewerben teilnehmen lässt, feiert sein 100-jähriges Bestehen mit der Ausrichtung einer nationalen Meisterschaft, die derzeit stattfindet. "Die Zukunft dieses flämischen Volkssports ist jedoch sehr ungewiss. Wir finden keine jungen Mitglieder mehr", bedauert Joris Pieters, der Vorsitzende des Vereins in Eeklo im Meetjesland in Ostflandern.

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Die Hauptaktivität des 100 Jahre alten Vereins ist die Zucht von jungen Gesangskanarien, die auf Niederländisch auch "Waterslagers" (dt.: Wasserschläger) genannt werden. Zur Feier seines hundertjährigen Bestehens veranstaltet der Verein noch bis zum 15. Januar eine belgische Meisterschaft für Gesangskanarien. "Später im Jahr planen wir auch ein großes Fest, mit einem Empfang im Rathaus von Eeklo und einer Feier in unseren Räumlichkeiten", kündigte Joris Pieters (Foto) an.

Die Meisterschaft lockt Züchter von Gesangskanarien aus ganz Belgien an. "An diesem Samstag wurden 500 Kanarienvögel zu uns gebracht, die wir diese Woche bewerten werden. Am 15. Januar findet die Preisverleihung statt. Danach können die Besitzer ihre Vögel wieder abholen".

Obwohl der Verein noch aktiv ist, besteht er hauptsächlich aus Mitgliedern im Alter von 70 Jahren und älter. Joris Pieters, der Vereinspräsident, räumt ein, dass es schwierig geworden ist, neue junge Mitglieder zu gewinnen. "Die Pflege von Kanarienvögeln ist sehr zeitaufwendig. Im Frühjahr ist Brutsaison und später im Jahr gibt es viele Wettbewerbe. Das kostet Zeit, die die jungen Leute nicht mehr haben".

Von Zeit zu Zeit nimmt der Verein in Eeklo noch ein neues Mitglied auf. "Aber das sind vor allem Rentner, die ein Hobby suchen, oder Leute, die früher mit Tauben aktiv waren. Aber keine jungen Leute mehr", bedauert Joris Pieters.

Beliebt in der ganzen Welt

In Belgien stirbt die Zucht von singenden Kanarienvögeln allmählich aus, weil es schwierig ist, neue Mitglieder und Räumlichkeiten für die Aktivitäten zu finden. Dabei ist dieser flämische Volkssport im Ausland sehr beliebt.

"In Italien, Griechenland, Marokko, ja sogar bis nach Afghanistan und Amerika haben die Vereine viele junge Mitglieder. In Amerika gibt es sogar Frauen, die mit ihren Vögeln an Wettbewerben teilnehmen. Das ist ganz anders als in Belgien", bedauert Joris Pieters abschließend.

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