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Nur knapp 5 % der Radwege entlang von Landstraßen in Flandern sollen sicher sein

Von allen Radwegen, die entlang von Landstraßen, die in Flandern in einer Richtung fließen, entsprechen lediglich 5,4 % den Richtlinien des sogenannten Fahrrad-Vademecums. Dies ist aus Zahlen ersichtlich, die die flämische Landtagsabgeordnete Annick Lambrecht (Vooruit) angefragt hat, wie die Zeitungen des Mediahuis-Verlags am Freitag schreiben. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das Fahrrad-Vademecum für Flandern ist erst Mitte 2022 einem grundlegenden Update unterzogen worden und dabei wurden strengere Normen festgelegt. So müssen Radwege grundsätzlich 2 Meter pro Fahrtrichtung haben. Aus Zahlen, die die flämische Sozialistin Annick Lambrecht jetzt anforderte, ist ersichtlich, dass nur knapp 5,4 % all dieser Radwege dieser Norm entsprechen. Bei Radwegen, die Verkehr in beiden Richtungen ermöglichen, liegt die Mindestbreite bei 3 Metern, doch dies ist nur an 11,4 % der flämischen Landstraßen der Fall.

Am schlechtesten ist diese Infrastruktur in der Provinz Flämisch-Brabant, wo nur 2,8 der Radwege der Richtlinie entsprechen. Ostflandern ist mit 3,4 % auch nur wenig besser. Im Mittelfeld stehen Limburg (5 %) und Westflandern (5,5 %). Am besten ist bei den Einrichtungs-Radwegen die Provinz Antwerpen dran, denn dort entsprechen 9,6 % der betroffenen 1.309 Kilometer der Norm des Vademecums.

„Das ist enttäuschend“, so die flämische sozialistische Abgeordnete: „Wenn man will, dass die Leute das Rad nehmen, dann muss man dafür sorgen, dass die Radwege breit genug sind. Wenn man dann sieht, dass nur 5 % der Radwege der selbst auferlegten Norm entsprechen, muss man als flämische Landesregierung einen Zahn zulegen. Stellen sie sich vor, man würde feststellen, dass nur 5 % der Fahrspuren auf den Autobahnen sicher sind.“ 

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