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Gesundheit

Die Grippewelle hat Belgien erreicht - Uniklinik Löwen setzt nicht dringende Behandlungen aus

Jetzt ist es offiziell: In Belgien herrscht die Grippewelle. Alle Bedingungen, um von einer Epidemie zu sprechen, seien erfüllt, sagte der Virologe Steven Van Gucht, Leiter des staatlichen wissenschaftlichen Gesundheitsamtes Sciensano, am Mittwoch gegenüber VRT NWS. Inzwischen setzt die Universitätsklinik von Löwen (Prov. Flämisch-Brabant) erste nicht dringende Behandlungen aus, um sich um schwerere Grippefälle kümmern zu können.

Andreas Kockartz
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Vor zwei Wochen sprach man bei Sciensano zum ersten Mal von einer Grippewelle, als festgestellt wurde, dass jeder fünfte Patient, der mit grippeähnlichen Symptomen zum Arzt ging, auch effektiv an der Grippe erkrankt war. Inzwischen werden in Belgien immer mehr Menschen mit Grippe in den Krankenhäusern behandelt.

„Derzeit liegen fast so viele Grippepatienten im Krankenhaus, wie Coronapatienten“, so Sciensano-Leiter Van Gucht: „Es kann aber bald sein, dass mehr Grippepatienten in der Klinik liegen, als an Covid-19 erkrankte Personen.“

Dies sei aber erst der Beginn der Epidemie. Van Gucht rechnet damit, dass der Höhepunkt in zwei bis drei Wochen erreicht sei: „Was wir jetzt beobachten, ist nicht abnormal, doch das wird wohl eine schwere Grippeepidemie. Leute, die zu Risikogruppen gehören, sollten sich impfen lassen.“ Es sei noch nicht zu spät und es seien noch ausreichend Impfdosen gegen die Grippe vorhanden. 

Wieder Hochdruck in den Krankenhäusern

Inzwischen grassiert in Belgien eine Mischung aus Corona, der Atemwegserkrankung RSV und der klassischen Grippe. Diese Viren sorgen nicht nur dafür, dass die Menschen im Land krank werden, sondern auch viele Mitarbeiter in den Krankenhäusern. In der Uniklinik in Löwen, wo ohnehin chronischer Personalmangel herrscht, werden nicht dringende Behandlungen und Operationen ausgesetzt oder verschoben. Aktuell können dort nur etwa 70 % der vorhandenen Krankenhausbetten belegt werden.

UZ-Leuven-Chefarzt Gert Van Assche sagte dazu gegenüber VRT NWS, dass seit Weihnachten Hochdruck herrscht: „Im Dezember war vor allem auf der Kinderstation Hochdruck wegen der zahlreichen RSV-Ansteckungen. Doch seit den Weihnachtsferien kommen auch viele ältere Leute mit Atemwegsinfektionen zu uns und da sind viele Grippefälle bei. Wir erwarten eine heftige Grippesaison und dies in Kombination mit viel ausfallendem Personal. Das sorgt für einen enormen Druck.“ 

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