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Inland
Justiz

5,5 Millionen Phishing-Hinweise in Belgien registriert – Paar verprasst Geld von deutschen Opfern

Im belgischen Zentrum für Cybersicherheit (CCB) sind im vergangenen Jahr über 5,5 Millionen Hinweise auf mögliche Phishing-Versuche eingegangen. Das entspricht einem Anstieg um rund eine Million Registrierungen im Vergleich zu 202. Beim Phishing versuchen Kriminelle und Betrüger ihre Opfer per SMS, WhatsApp oder E-Mail auf gefälschte Internetseiten zu locken, um so an deren Bankdaten zu gelangen. Die belgische Polizei sucht unterdessen ein Paar, das vor einigen Monaten in Belgien Geld von deutschen Phishing-Opfern verprasst hat.

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Das Zentrum für Cybersicherheit hat jetzt in Zusammenarbeit mit den belgischen Internetprovidern ein System entwickelt, mit dem Internetnutzer rasch vor solchen gefälschten Webseiten und vor Phishing-Versuchen zu warnen. Wenn ein Internetuser in Belgien einen Link anklickt, der zu einer dieser Webseiten führt, wird er auf eine Seite umgeleitet, die vor Betrug warnt. Nach Angaben des CCB konnten dadurch letztes Jahr rund 13 Millionen Klicks auf verdächtige Webseiten vermieden werden.

Paar verprasst tausende Euro von u.a. deutschen Phishing-Opfern

Nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad sucht die belgische Polizei ein Paar, dass vor einigen Monaten in Antwerpen und Mechelen für hohe Summen Einkäufe tätigte, die mit Geld von u.a. Phishing-Opfern aus Deutschland bezahlt wurden. Die Fakten datieren von August bis Oktober 2022. Ein Mann und eine Frau kauften unter anderem in einem Apple-Shop in Antwerpen teure Elektronikgeräte und zahlten diese kontaktlos mit ihrem Smartphone, das Bankangaben ihrer Opfer enthielt.

Das verdächtige Paar, das auch mehrere Namen nutzte, verprasste laut der Cybercrime-Soko der Antwerpener Polizei rund 30.000 € vornehmlich in Antwerpen und Mechelen, aber auch in Brüssel und Ypern sowie in deutschen Städten. Laut Polizei bewegte sich das Paar in Belgien in den Städten mit Miet-Steps und nahm zwischen den Städten den Zug.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen etwa 1,80 m großen Mann mit normaler Statur, dunklen Haaren, Schnurrbart und Stoppeln. Die Frau soll etwa 1,65 m groß sein. Sie hat schwarzes Haar und ist ebenfalls normaler Statur. Beide sind etwa 30 Jahre alt und sprechen Deutsch.   

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