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Inland
Wirtschaft

2022 ist die Zahl der Konkurse in Belgien wieder stark gestiegen

Im vergangenen Jahr haben fast 10.000 Unternehmen in unserem Land Konkurs anmelden müssen. Das ist ein Anstieg um rund 42 % gegenüber 2021, wie das Wirtschaftsprüfungs- und Studienbüro Graydon Creditsafe dazu meldet. Allerdings bleibt die Zahl der Pleiten in Belgien unter dem dramatischen Wert von 2019, als über 12.000 hiesige Unternehme pleite gingen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Wie zu erwarten war, traf es im vergangenen Jahr zahlreiche Firmen, die schon vor der Coronakrise schlechte Zahlen schrieben. Betroffen waren auch Unternehmen, die es während der Pandemie und auch im Zuge der Energiekrise schwer hatten, so die Jahresbilanz von Graydon Creditsafe für Belgien.

Viele der Firmen, die es jetzt trifft, konnten sich bisher mit den Unterstützungsmaßnahmen von Bund, Ländern und Regionen retten, die während Corona und durch die Energiekrise im Zuge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ergriffen wurden.

Doch viele dieser Maßnahmen laufen jetzt langsam aus oder greifen schon jetzt nicht mehr. Die Zahl der Konkurse wird wohl auch im neuen Jahr nicht wesentlich sinken, denn die Nachwirkungen der Krisen sind noch nicht vorbei und die Unsicherheit an den Energiemärkten durch den Ukrainekrieg trägt dazu auch in Belgien bei.

Besonders betroffen waren Unternehmen aus der Gastronomie, aus der Bauwirtschaft und aus dem Transportsektor. Im Baugewerbe gingen 2.023 Firmen bankrott (+ 40,8 % gegenüber 2021), in der Gastronomie traf es 1.619 Betriebe (+ 56,1 %). Im Transportsektor in Belgien meldeten 566 Unternehmen Konkurs an (+ 38,7 %). Hier stellte Graydon fest, dass eines von 31 Unternehmen im Vertriebssektor „Post und Kurierfahrer“ pleite gegangen ist.  

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