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Inland
Justiz

Bei einer illegalen Silvester-Rave in einer wallonischen Ortschaft wurde ein Lager eines flämischen Unternehmers quasi zerstört

Zwischen 4.000 und 5.000 Jugendliche haben das neue Jahr mit einer illegalen Rave in den Lagerhallen des flämischen Unternehmers Tom Eeckhout im wallonischen Sombreffe, einer Gemeinde bei Namür, gefeiert. Dabei wurde die Einrichtung des Gebäudes quasi zerstört. Die Polizei rückte mit 4 Beamten an, konnte aber gegen die Masse ausgelassener Jugendlicher nichts ausrichten.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Tom Eeckhout, ein Unternehmer aus Wilsbeke in Westflandern, wurde am 1. Januar von der Polizei mit der Meldung kontaktiert, dass in seiner leerstehenden Lagerhalle in Sombreffe eine illegale Rave mit tausenden feierwütigen Jugendlichen stattgefunden habe.

Die Fete habe am 31. Dezember gegen 22 Uhr 30 begonnen und sofort seien 4 Polizisten dorthin geschickt worden. Doch diese konnten angesichts der Masse an Jugendlichen nichts ausrichten. Verstärkung konnte ebenfalls nicht herbeigerufen werden, denn zahlreiche Beamten aus der Region waren in Brüssel im Einsatz, um dort gegen Randalierer vorzugehen.

Die Polizisten haben dann im Auftrag des Bürgermeisters von Sombreffe die Rave „ausglühen“ lassen, wie dies die Feuerwehr macht, wenn sie ein Feuer kontrolliert niederbrennen lassen muss… Letztendlich lief die Rave aber bis Sonntagabend. Offenbar kamen die Partygäste nicht nur aus Belgien, sondern auch aus Deutschland, aus England, aus Litauen und aus Frankreich und hatten sich in geschlossenen Snapchat-Gruppen zu dieser Massenrave verabredet.

(Lesen Sie bitte unter dem Snapchat-Video weiter, dass diese Rave zeigt)

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Tom Eeckhout ist am Dienstag gemeinsam mit einem Gerichtsvollzieher in seinem Lager in Sombreffe gewesen, um den Schaden aufzunehmen. Gegenüber VRT NWS sagte er: „Das ist nicht normal. Alles ist abgerissen worden. Auf Parterre ist alles vollständig zerstört. Duschen und Toiletten sind abgebrochen worden und alles ist mit Graffiti vollgesprüht.“ (Fotos unten)

Eeckhout hatte die Anlage und die Halle vor 7 Monaten erworben. Früher hatte hier ein Subunternehmer von Caterpillar seine Niederlassung. Doch seit sein Unternehmen das Gelände übernommen habe, sei es bereits mehrmals zu unangenehmen Besuchen gekommen: „Wir haben alles getan, um das Gebäude zu sichern. Mit haben Betonblöcke aufgestellt, Eingänge zugemauert und alles vollständig eingezäunt.“ Noch besser habe man das nicht sichern können, so der Geschädigte.

Tom Eeckhout prüft jetzt mit seinen Anwälten, wie er vorgehen soll. Zunächst wurden die Schäden offiziell protokolliert: „So oder so kommt eine Klage gegen Unbekannt. Aber ich ziehe in Erwägung, auch eine Klage gegen die belgische Bundesregierung und gegen die wallonische Regierung einzureichen, weil sie nicht versucht haben, den Schaden in Grenzen zu halten, weil die Polizei nicht mit ausreichend Beamten kommen konnte. Und das ist der Fehler der Behörden.“ 

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