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Wie reagiert Belgien auf den Tod des früheren Papstes Benedikt XVI?

Auch in Belgien wird bestürzt auf den Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. (Foto) reagiert. Die belgischen Bischöfe erinnern sich vor allem an dessen „große Herzlichkeit“, doch für den Kirchenjuristen Rik Torfs war er nicht selten „beängstigend konservativ.“ 

Andreas Kockartz
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Am 31. Dezember 2022 meldete der Vatikan, dass der emeritierte Papst Benedikt XVI. nach einigen Tagen mit gesundheitlichen Problemen im Alter von 95 Jahren verstorben sei. Weltweit wurde auf den Tod des 265. Papstes der Römisch-Katholischen Kirche reagiert. Auch in Belgien wird um den deutschen Papst getrauert und man setzt sich auch hier mit dessen Leben und Wirken auseinander.

Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib (MR) sagte, dass Benedikt XVI. „einen Stempel auf den Beginn dieses Jahrhunderts setzte. Durch sein Abtreten brach er mit einer jahrhundertealten römisch-katholischen Tradition. Möge er in Frieden ruhen. Herzliches Beileid für seine Nächsten und für die katholische Gemeinschaft.“

Der belgische Kirchenjurist Rik Torfs stimmte den Aussagen von Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz zu, der Jozef Ratzinger eine „streitbare Persönlichkeit“ und einen „schlauen Theologen“ nannte, doch er findet, dass der emeritierte Papst auch „beängstigend konservativ“ war. Ratzinger sei ein Mensch „mit Gaben aber auch mit Gebrechen“ gewesen: „Er war eine mäßige Führungsfigur, doch früher als Johannes Paul II. erkannte er den Ernst und den Umfang der Missbrauchsproblematik in der Kirche.“ „Resquiescat in pace“ (ruhe in Frieden) fügte Torfs seiner Reaktion noch hinzu.

Aus dem belgischen Königsplast kam eine Botschaft der tiefen Trauer: „Wir sind tieftraurig durch den Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Unsere Gedanken sind bei seinen Nächsten und bei allen Katholiken, die heute in Trauer sind.“

Auf Seiten der belgischen Bischofskonferenz erinnert man sich gerne an einen Besuch bei Papst Benedikt XVI. 2010 im Vatikan. Die Bischöfe aus unserem Land seien einem Papst begegnet, „der eine große Herzlichkeit“ zeigte: „Er gab den Priestern, den Gläubigen, den Diakonen und den pastoralen Verantwortlichen, die sehr oft stark beansprucht sind, ermutigende Worte mit.“  In einer Erklärung heißt es zum Tode des früheren Papstes: „Wir danken dem Herrn für seine Liebe für die Kirche und für das Vollbringen seines Auftrags als Bischof von Rom von 2005 bis 2013 in einer Welt und in einer Kirche in voller Veränderung.“  

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