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Inland
Justiz

Zahllose Polizeiinterventionen in der Neujahrnacht in Brüssel und Antwerpen

Wie schon in den Jahren zuvor musste die Polizei auch dieses Mal wieder in Brüssel und Antwerpen ausrücken, um Krawallmacher zu beruhigen. In Brüssel wurden schon vor dem Silvesterfeuerwerk 74 Personen festgenommen. In beiden Metropolen wurden trotz stürmischen Wetters die Feuerwerke gezündet, was zehntausende Zuschauer nach draußen lockte.

Andreas Kockartz
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Aktualisiertupdate:

Brüssel

In Brüssel sind die Ordnungskräfte vor allem vor Mitternacht von Randalierern mit Gegenständen beworfen und mit Feuerwerkskörpern oder Krachern beworfen worden. Zudem gingen sechs geparkte Autos in Flammen auf. In verschiedenen Brüsseler Ortsteilen musste die Feuerwehr in der Neujahrsnacht 407 Mal eingreifen und nahm vor Mitternacht 74 Personen fest. Insgesamt wurden in Brüssel in der vergangenen Nacht rund 160 Personen festgenommen. Gleich mehrere davon müssen sich vor dem Haftrichter verantworten. 

Die Brüsseler Polizeisprecherin Ilse Van de keere sagte, dass etwa 50.000 Menschen zum Feuerwerk ins Zentrum gekommen seien: „Dieses Jahr war nicht die Rede von sanitären Maßnahmen und es wurden verschiedene Veranstaltungen organisiert, um das neue zu feiern.“ Die Sicherheit sei von der Polizeizone Brüssel Hauptstadt/Elsene in Zusammenarbeit mit der belgischen Bundespolizei und den anderen regionalen Polizeizonen gewährleistet worden. Dazu wurde das regionale Brüsseler Krisenzentrum als Einsatzstelle genutzt. 

Trotzdem meldete die Feuerwehr, dass es in der Neujahrsnacht zu 200 Feuerwehreinsätzen kam (brennende Autos, Bäume, Fahrräder und E-Steps, Abfall...) und dass rund 500 Mal Krankenwagen ausrücken mussten. Zu einem dramatischen Vorfall kam es in der Volderslaan im Ortsteil Sint-Gillies, wo ein Mann von einem Balkon auf der 4. Etage auf den Bürgersteig gestützt war. Der Notarzt konnte den Mann leider nicht reanimieren. Daraufhin wurde das Einsatzteam von Umstehenden bedrängt und mit Krachern beworfen. Die Polizei musste dem Rettungsteam zu Hilfe kommen. 

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter) 

ANSEHEN

Antwerpen

Auch in Antwerpen hatte die Polizei wieder alle Hände voll zu tun, um Krawallmacher in der Neujahrsnacht in den Griff zu bekommen. In den Distrikten Deurne und Antwerpen-Nord griffen Jugendliche die lokalen Polizeikräfte mehrmals an, in dem sie u.a. mit Pflastersteinen auf die Beamten warfen. Die Polizei setzte mehrmals Wasserwerfer ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben. Am Dageraadplaats bewarfen Randalierer Polizisten mit Krachern und in Ekeren setzten Jugendliche mit Feuerwerkskörpern ein abgestelltes Auto in Brand. In Antwerpen wurden in der vergangenen Nacht 53 Personen festgenommen.

Am Steen am Ufer der Schelde kamen tausende Menschen zusammen, um das Feuerwerk, das auf dem Fluss gezündet wurde, zu sehen. Dabei wurde eine Person lebensgefährlich verletzt, als sie von einem höheren Standort aus zu Boden fiel. Die Rettungskräfte hatten durch das große Gedränge Probleme damit, zu dem Verletzten zu gelangen. Er konnte aber in ein Krankenhaus gebracht werden. 

Auch in Antwerpen musste die Feuerwehr Brände löschen, die durch Brandstiftung entstanden, z.B. an Autos oder Fahrrädern. Auch mussten Bäume und Sträucher gelöscht werden, die durch Feuerwerkskörper oder Kracher in Flammen aufgingen.  

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