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Gesundheit

Gesundheitsminister Vandenbroucke über Corona in China: In erster Linie zählt das Verhalten von 11 Millionen Belgiern

Auf Initiative von Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke wird die sogenannte Risk Management Group aus Gesundheitsexperten nächste Woche im Zusammenhang mit der Corona-Entwicklung in China zusammenkommen. Vandenbroucke betonte jedoch gegenüber von VRT NWS, dass es heutzutage vor allem auf unser eigenes Verhalten ankommt, um die Verbreitung von Viren zu verhindern. 

Martina Luxen Belga
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China hat vor kurzem seine äußerst strenge Corona-Politik mit strikten Lockdowns und Massentests aufgegeben. Dies hat eine massive Infektionswelle ausgelöst. In vielen chinesischen Krankenhäusern mangelt es an Medikamenten und Personal und die Krematorien sind Tag und Nacht geöffnet. Dennoch öffnet China nach fast drei Jahren Isolation seine Grenzen wieder. Ab dem 8. Januar hebt die Regierung die Reisebeschränkungen ins Ausland auf, sodass chinesische Touristen wieder in die ganze Welt reisen können.  

Viele Länder reagieren beunruhigt. Die Vereinigten Staaten, Japan und Italien haben in dieser Woche bereits einen obligatorischen Corona-Test für Einreisende aus China eingeführt. Belgien und andere europäische Länder haben sich am Donnerstag zu Beratungen getroffen, aber es wurde beschlossen, vorerst keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen.  

Maßnahmen für chinesische Touristen sind hier kein Thema

"Wir sind als Europäer sehr gut geschützt, aber wir bleiben wachsam", sagte Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (flämische Sozialdemokraten, Vooruit) nach den Konsultationen: "In Belgien sind zusätzliche Maßnahmen vorerst kein Thema. Durch die massiven Impfkampagnen haben wir einen sehr hohen Schutz gegen Omikron (die Variante, die jetzt in China grassiert). Außerdem haben sich viele Menschen hier bereits mit dem Virus infiziert." 

"Für uns bedeutet dies kein neues epidemiologisches Risiko. Wir haben es hier nicht plötzlich mit einem neuen Risiko zu tun. Ganz anders wäre es, wenn es sich um eine andere Virusvariante handeln würde, gegen die wir hier nicht gewappnet sind." 

Verstärkte Überwachung?

Neue Varianten sind immer möglich, werden aber von den Wissenschaftlern derzeit als unwahrscheinlich angesehen. "Ich denke an das, was der Biostatistiker Tom Wenseleers und der Virologe Steven Van Gucht zu diesem Thema sagen. In China grassiert eine Variante, gegen die es nur wenig Widerstand gibt, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass in China kaum geimpft wird und die Impfstoffe von minderer Qualität sind. Dies ist hier nicht der Fall.” 

"Ein Virus kann immer mutieren, weshalb ich vorsichtig und vorbereitet sein will. Deshalb habe ich die Gesundheitsexperten der Risikomanagementgruppe gebeten, sich am Montag zu treffen und zu prüfen, ob es realistisch und sinnvoll ist, die Überwachung von Varianten zu verstärken." 

Wenn, dann höchstens auf EU-Ebene

Dazu könnte nach Ansicht von Gesundheitsminister Vandenbroucke gehören, dass Reisende, die krank sind, Fieber haben oder bei ihrer Ankunft Symptome zeigen, so schnell wie möglich getestet werden und dass das Genom untersucht wird. "Das ist ein Beispiel. Aber die Frage ist, ob das realistisch, sinnvoll und notwendig ist", betonte Vandenbroucke. 

So oder so, wenn Maßnahmen folgen sollten, sind sie am besten auf europäischer Ebene zu treffen. "Die Menschen kommen nicht nur mit dem Flugzeug, sondern auch aus anderen Ländern als China. Es kommen mehr Franzosen, Niederländer und Deutsche nach Belgien als Chinesen". 

Was gelernt?

Die wichtigste Frage ist eigentlich, wie sich 11 Millionen Belgier in den kommenden Tagen und Wochen verhalten werden, sagte der Gesundheitsminister: "Es gehen zurzeit viele Viren um und gleichzeitig feiern wir Weihnachten und Neujahr. Wie werden wir uns verhalten, um zu verhindern, dass Grippe, RSV und Covid noch weiter um sich greifen? Und dann kann ich mich nur noch an die grundlegenden Maßnahmen erinnern. Hände waschen, lüften, nicht auf eine Party gehen, wenn man sich krank fühlt, einen Mundschutz tragen.” 

"Wer über 50 ist und sich noch nicht gegen Grippe geimpft hat, sollte das sofort nachholen. Wenn über 50 ist und noch keine Auffrischungsimpfung erhalten hat, sollten sich in der Apotheke oder beim Hausarzt impfen lassen. Diese Maßnahmen sind einfach am wichtigsten.”

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