Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat einen neuen Bluttest entwickelt, der helfen könnte, die Alzheimer-Krankheit in einem frühen Stadium zu erkennen. Der belgische Alzheimer-Experte Bart De Strooper von der KULeuven erklärte gegenüber der VRT, dass "diese Entdeckung eine Beschleunigung im Kampf gegen die Krankheit bedeutet."
Belgischer Alzheimer-Experte bestätigt neuen Bluttest als Beschleunigung im Kampf gegen Alzheimer
Im vergangenen Jahr waren bereits einige Bluttests entwickelt worden. Dieser Test setzt noch eins drauf: "Er ist wie ein neuer Werkzeugkasten im Kampf der Wissenschaftler gegen Alzheimer", so De Strooper. Einzelheiten über den neuesten Test wurden in der Wissenschaftszeitschrift "Brain" veröffentlicht.
Die Studie, an der 600 Personen teilnahmen, ermöglicht es den Forschern, die durch Alzheimer verursachten Schäden an den Nervenzellen im Gehirn festzustellen. Die Ergebnisse der Studie werden als sehr vielversprechend angesehen, müssen aber noch in größerem Maßstab getestet werden. Dennoch könnte der neue Test "relativ bald", in einem oder zwei Jahren, validiert werden, erwartet De Strooper.
Der neue Bluttest ist wichtig, weil er die Untersuchung auf die Krankheit viel einfacher und unkomplizierter machen kann. Derzeit wird in der Regel ein Hirnscan oder eine Lumbalpunktion durchgeführt, was jedoch kostspielig und zeitaufwändig ist. Ein Bluttest kann beim Hausarzt durchgeführt werden und dazu beitragen, die Krankheit in einem früheren Stadium zu erkennen.
Die Nachricht ist umso aktueller, als vor einigen Wochen ein neues Medikament entdeckt wurde. Lecanemab war das erste Medikament, das gegen die Alzheimer-Krankheit wirkt und die Auswirkungen der Krankheit verlangsamt, sodass die Patienten Zeit gewinnen können. "Nach 20 Jahren fast ergebnisloser Forschung scheint sich die harte Arbeit nun endlich auszuzahlen", so De Strooper zu den jüngsten Entwicklungen.
