Im Hafen von Zeebrügge ist am Mittwochmorgen ein Transitmigrant ums Leben gekommen. Dies gab die Staatsanwaltschaft von Westflandern bekannt. Offenbar hatte sich der Mann beim Beladen eines Schiffes an einem Container festgeklammert, stürzte jedoch dabei ab. Er war wohl sofort tot.
Am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr 30 ging bei der Schifffahrtspolizei in Zeebrügge die Meldung ein, dass man auf einem Containerschiff der Reederei P&O einen Toten gefunden habe. Ein Gerichtmediziner untersuchte die Leiche und kam zu dem Schluss, dass es sich hier um einen Transitmigranten handeln muss, der wohl an Bord dieses Schiffes nach Großbritannien gelangen wollte. Jetzt versucht die belgische Bundespolizei dessen Identität herauszufinden.
Ersten Ermittlungen zufolge soll der Mann versucht haben, während des Ladevorgangs auf das Schiff zu gelangen, teilt die Staatsanwaltschaft mit: „Wahrscheinlich hat er sich an einen der Container festgeklammert und ist danach abgestürzt und wurde entweder von dem Container getroffen oder von etwas anderem.“
Staatsanwalt Frank Demeester, der mit dem Fall betraut ist, erinnert daran, dass ein unerlaubter Aufenthalt im abgesperrten Hafengebiet in Zeebrügge Gefahren berge: „Aus diesem Grunde sehen Staatsanwaltschaft und Polizei streng zu, dass sich Leute, die dort nichts zu suchen haben, nicht aufhalten.“
