In den vergangenen 3 Monaten wurden in Belgien angesichts der Probleme durch die hohen Energierechnungen bereits rund 8.000 Haushalten ein Zahlungsaufschub für ihre Wohnkredite genehmigt. Das berichtet die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad in ihrer Dienstagsausgabe.
Wohnkredite: Innerhalb von nur 3 Monaten wurden 8.000 Anträge auf Zahlungsaufschub genehmigt
Die belgische Bundesregierung hat vor einiger Zeit mit den Banken vereinbart, Familien und Haushalte zu unterstützen, die infolge der Energiekrise und der entsprechend hohen Rechnungen in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Daraus ergibt sich ein System, mit dem z.B. Häuslebauer oder Familien, die sich eine Eigentumswohnung gekauft haben, einen Zahlungsaufschub für ihre Darlehen von bis zu einem Jahr beantragen können.
Bei Febelfin, dem Dachverband der belgischen Finanzdienstleister, geht man davon aus, dass die Zahl der Antragsteller in den kommenden Monaten weiter steigen wird.
Im ersten Monat nach Inkrafttreten der Vereinbarung hatten schon 4.000 Haushalte einen Antrag auf Zahlungsaufschub gestellt, nach drei Monaten waren dies bereits 8.000. Dieser Aufschub gilt für maximal 12 Monate. Wer noch von diesem System profitieren möchte, der muss den Antrag dazu bei seiner Bank oder bei seinem Kreditgeber bis Ende März 2023 einreichen.
