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Inland
Justiz

Tödliche Messerstecherei in Berchem: Ratskammer bestätigt Haftverlängerung des 18-jährigen Verdächtigen

Der 18-jährige Mann aus Aalst, der verdächtigt wird, an der tödlichen Messerstecherei in Berchem letzten Mittwoch beteiligt gewesen zu sein, bleibt in Haft. Das hat die Ratskammer in Antwerpen beschlossen. "Mein Mandant kooperiert mit den Ermittlungen", sagte seine Anwältin Wendy Bosschaerts, die sich nicht weiter äußern wollte.

Martina Luxen Belga
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Am vergangenen Mittwoch, gegen 8 Uhr, sahen Zeugen, wie ein 16-Jähriger in der Wapenstilstandlaan in Berchem (Provinz Antwerpen) verfolgt wurde. Auf der Flucht wurde er in den Rücken gestochen. Als er zu Boden stürzte, stachen seine Angreifer noch mehrere Male auf ihn ein, bevor sie die Flucht ergriffen. Das Opfer wurde in kritischem Zustand in das UZA-Krankenhaus gebracht, erlag aber kurze Zeit später seinen Verletzungen. 

Die Verdächtigen konnten bald danach identifiziert werden. Sie hatten nach der Messerstecherei den Zug nach Aalst (Provinz Ostflandern) genommen. Am selben Tag wurden ein 16-jähriger und ein 18-jähriger Verdächtiger festgenommen. Der Minderjährige wurde vom Jugendgericht Dendermonde in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht. Der Erwachsene erschien heute vor der Kammer, die seine Verhaftung bestätigte. Er wird daher mindestens einen weiteren Monat in Haft bleiben. Sein Anwalt sagte, er werde keine Berufung einlegen.  

Bei der Messerstecherei soll es sich um einen Racheakt von so genannten "Drill-Rappern" handeln, einem aus den USA stammenden Phänomen, bei dem junge Menschen in Videos extreme Gewalt zeigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft scheint es einen Zusammenhang mit einer Schlägerei und einer Messerstecherei im Antwerpener Hauptbahnhof Ende Oktober zu geben. 

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