Die flämische Regierung hat ihre neuen Startquoten für das Arzt- und Zahnarztstudium festgelegt. Dies gaben Bildungsminister Ben Weyts (N-VA) und seine Kollegin für Volksgesundheit, Hilde Crevits (CD&V), am Freitag bekannt. Im nächsten akademischen Jahr können in Flandern 1.424 Studenten mit dem Medizinstudium und 218 mit dem Zahnmedizinstudium beginnen.
Flandern ermöglicht mehr Abiturienten ab dem nächsten Semester das Arzt- oder Zahnarztstudium
Die Bundesquote sah für das nächste akademische Jahr 1.104 Mediziner- und 181 Zahnarztkandidaten vor, aber die flämische Regierung möchte mehr ausbilden, um den Mangel an Fachärzten zu beheben.
Die Erhöhung der Quoten basierte auf dem Bericht eines Expertenausschusses in Zusammenarbeit mit den Universitäten, so die Minister.
Der belgische Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke bedauerte, dass Flandern nicht auf die Einladung der Bundesregierung reagierte, eine bundesländerübergreifende Abstimmung über die Quoten durchzuführen.
"Auf der französischsprachigen Seite hat man sich - nach 25 Jahren Diskussion - endlich darauf geeinigt, die bundesweite Quotendisziplin mit einer Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium wie in Flandern einzuhalten. Der Bund und die Bundesländer können endlich dafür sorgen, dass sie eine langfristige Planung des medizinischen Angebots ausarbeiten, die ausgewogen ist und den Bedürfnissen unserer Gesundheitsfürsorge entspricht", sagte er.
