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Inland
Wirtschaft

Eine Million Belgier erhalten ab dem 1. Januar 2023 insgesamt 11 Prozent mehr Lohn

Die Löhne von einer Million Arbeitnehmern werden am 1. Januar um etwa 11 % steigen. Das geht aus einer Berechnung des Personaldienstleisters Acerta hervor. Die automatische Lohnindexierung bedeutet, dass die Löhne dem Anstieg der Lebenshaltungskosten, d. h. der Inflation, folgen. 11 Prozent sind ein Rekordanstieg seit Einführung der automatischen Lohnindexierung in Belgien.

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Die Löhne von einer Million Angestellter werden ab dem 1. Januar 2023 indexiert. Dies ist dem Gesetz über die automatische Lohnindexierung zu verdanken, dass dafür sorgt, dass die Löhne mit den zunehmenden Lebenshaltungskosten steigen.

Das Leben ist im vergangenen Jahr sehr teuer geworden, was zum Teil auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist, der die Gaspreise und die Preise für andere Rohstoffe in die Höhe getrieben hat. Da wir im Jahr 2022 (im Oktober) einen Inflationshöchststand von 12,27 Prozent erlebten, war zu erwarten, dass auch viele Löhne zum Jahreswechsel stark steigen würden.

Die Berechnung von Acerta gilt für die Beschäftigten in Industrie, Handel, Dienstleistungen und Landwirtschaft. Ab dem 1. Januar wird unter anderem genau 11,08 % mehr Bruttolohn in den folgenden Unternehmen fällig::

  • Callcenter

  • Zeitarbeitsfirmen

  • Informationstechnologie

  • Tourismus und Reisebüros

  • Telekommunikation

  • Unternehmungsberatung

  • Druckereien und Verlage

  • Bauwesen

Acerta hat auch für andere Branchen berechnet, um wie viel die Löhne dort ab dem 1. Januar steigen werden. Auch hier beträgt der Anstieg rund 11 Prozent. Etwa 500.000 Menschen arbeiten in den unten genannten Sektoren.

  • Lebensmittelindustrie: 10,96 Prozent

  • Lebensmittelhandel: 11,08%

  • Transport von Gütern für Dritte: 10,96%

  • Dienstleistungen für den internationalen Handel: 11,19%

  • Hotels und Gaststätten: 10,96%

  • Versicherungen: 11,20%

  • Gebäudeverwaltung und Immobilienmakler: 11,08% 

Rekord

Die enorme Lohnindexierung von 11 % übertrifft diejenige von Anfang 2022, die damals ebenfalls die höchste in einem Jahrzehnt war. Aufgrund der sehr hohen Inflation im vergangenen Jahr wurde der so genannte Schwellenindex im Jahr 2022 so oft wie nie zuvor überschritten.

Dieser Schwellenindex ist eine Methode zur Berechnung des zulässigen Anstiegs der Löhne und Gehälter. Der Schwellenindex wurde im vergangenen Jahr fünfmal überschritten, was in den vergangenen Monaten als Grundlage für Lohnerhöhungen im gesamten öffentlichen Dienst herangezogen wurde. Dort sind die Löhne bereits fünfmal um 2 Prozent gestiegen.

In der Privatwirtschaft werden die Löhne und Gehälter in einigen Sektoren ebenfalls bereits das ganze Jahr über indexiert, aber für einen großen Teil geschieht dies kollektiv am 1. Januar.

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