Ein Gericht in Antwerpen hat eine 30-jährige Frau wegen Beihilfe zum Drogenhandel zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren verurteilt. Die Frau arbeitete als Angestellte in einem Unternehmen im Hafen von Antwerpen. Sie versorgte einen Drogenhändler mit Informationen über Schiffscontainer. Der 27-jährige Drogenhändler, dem sie diese Informationen weitergab, wurde zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Fall kam im Rahmen der Ermittlungen zum verschlüsselten Mobiltelefon-Kommunikationssystem Sky ECC ans Licht.
Ehemalige Mitarbeiterin eines Unternehmens im Antwerpener Hafen wegen Beihilfe zum Drogenhandel verurteilt
Zu den übermittelten Informationen gehörten die Seriennummern der Container, die Pincodes für den Zugang zu den Containern, die Anzahl der Verplombungen, die Ankunftszeiten und die Bestimmungsorte der in den Containern enthaltenen Ladungen. Die Frau beriet den Drogenhändler auch darüber, in welchen Containern er seine illegalen Drogenladungen am besten lagern konnte.
Die Straftaten datieren aus dem Zeitraum zwischen Juni 2020 und Februar 2021. Sie kamen im Rahmen der laufenden Ermittlungen zu kriminellen Aktivitäten von Nutzern des verschlüsselten Kommunikationssystems Sky ECC ans Licht.
3.109 Kilo Kokain
In 5 Containern wurden insgesamt 3.109 kg Kokain entdeckt. Die Drogen wurden in Rotterdam, London, Kapellen (Provinz Antwerpen), Beveren (Ostflandern) und in der Dominkanischen Republik beschlagnahmt. In 4 weiteren Containern, die durchsucht wurden, wurden keine Drogen gefunden. Bei der Durchsuchung wurden jedoch Unregelmäßigkeiten festgestellt, und der Staatsanwalt erklärt, dass es dem Drogenhändler hier gelungen sei, die Drogen vor der Durchsuchung zu entfernen.
Der Drogenhändler wurde zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren und einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt. Insgesamt wurden 1.150.000 Euro, die der Mann durch den Verkauf von Drogen verdient hatte, beschlagnahmt. 150.000 Euro an unrechtmäßig erworbenen Gewinnen der Frau wurden ebenfalls vom Gericht konfisziert.
